Der Aufbruch zur Demokratie in Ostmitteleuropa zwischen den Kriegen. Notwendige Bausteine für ein Gesamtbild europäischer Demokratiegeschichte

Der Workshop versteht sich als Bestandsaufnahme bisheriger Forschungen und als Anregung zur weiteren Analyse der unterschiedlichen Aspekte einer Demokratiegeschichte im Nachklang des Ersten Weltkrieges. Im Vordergrund sollen Fragen danach stehen, welche Aspekte bei der Analyse einer Demokratiegeschichte als gewinnbringend erachtet werden können. Der Workshop möchte dabei ausdrücklich über die Betrachtung der Demokratie als politischer Regimeform hinausgehen. Er möchte zum einen danach fragen, wie der Demokratisierungsschub nach dem Ersten Weltkrieg das Handeln und die Einstellungen politischer Akteure beeinflusste oder neue politische Akteure sogar hervorbrachte. Hier sind nicht nur die Organisationsformen, gesellschaftspolitische Zielsetzungen und Strategien der Akteure von Interesse, die sie zur Durchsetzung dieser innerhalb der neu erschaffenen demokratischen Strukturen anwandten, sondern auch welches Verständnis von Demokratie sowohl innerhalb der Gruppierungen als auch im Dialog zwischen Gruppierungen ausgehandelt und durchgesetzt wurde und welche Formen der politischen Willens- und Konsensfindung sowie Konflikt- und Differenzaustragung innerhalb der Rahmenbedingungen der Demokratie vorherrschten. Von hieraus können nicht zuletzt Anhaltspunkte für die Frage danach gewonnen werden, warum die Demokratie in kaum einem der 1918/19 als Demokratien gegründeten Staaten die 1920er bzw. 1930er Jahre überdauert hatte.

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