Aktuelle Forschungen zu postsozialistischen Städten Ostmitteleuropas: Transformation öffentlicher urbaner Räume nach 1989 – Akteure, Praxen und Strategien

Am 26. April 2011 hatte die Budapester Stadtverordnetenversammlung die Änderungsvorschläge von Oberbürgermeister István Tarlós über die Umbenennung von 256 Plätzen und Straßen angenommen. Dabei handelte es sich bereits um die dritte große Umbenennungswelle seit 1989. Ein vergleichbarer Umgang mit dem öffentlichen Raum lässt sich auch in anderen ehemaligen sozialistischen Hauptstädten
beobachten. Die Änderungen und Prozesse lassen sich unter anderem im Umgang mit dem öffentlichen
urbanen Raum registrieren: Es sind einerseits neue Formen der urbanen Interventionen dank Internet und Globalisierung in die postsozialistischen öffentlichen Räume eingedrungen (wie Flash Mobs, Critical Mass, Graffitis etc.), die, mit zivilgesellschaftlichen Aktivitäten vernetzt, oft auf einen neuen Deutungsanspruch des urbanen öffentlichen Raums hinweisen. Andererseits werden die Kontrolle des urbanen öffentlichen Raumes und die mit der Kontrolle verbundenen Sanktionen oft noch vom sozialistisch „geschulten“ Verständnis von Ordnung abgeleitet. In diesem Kontext stellt der Workshop diverse Fragen.

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