Publikationskulturen im Wandel in den Osteuropa- und Geschichtswissenschaften: Rankings, Internationalisierung und Bibliometrie als Herausforderung?

Marburg, 16. Oktober 2012

In den zurückliegenden Jahren haben Rankings und bibliometrische Kategorien auch außerhalb des medizinischen, ingenieurs- und naturwissenschaftlichen Bereichs signifikant an Bedeutung gewonnen. Statistische Maßeinheiten wie der Journal Impact Factor oder der Hirsch-Index sind insbesondere in der englischsprachigen community von Be-deutung, während die ERIH-Liste in den Ländern Osteuropas Einzug in die Geschichtswissenschaft gehalten hat. Derartige statistische Bewertungsverfahren wirken sich dort auf die berufliche Karriere sowie nicht zuletzt auch auf das Gehaltsgefüge aus. Wissenschaftler/innen aus diesen Ländern sind daher zunehmend gezwungen, ausschließlich in solchen Zeitschriften zu veröffentlichen, die in den einschlägigen Rankings und Listen vordere Plätze belegen.
Rankings, aber auch Bibliometrie, haben in Verbindung mit zunehmender Internationalisierung immer mehr Einfluss auf die Entwicklung der historischen Fachzeitschriften. Gerade kleinere, Sparten- und nichtenglischsprachige Zeitschriften drohen bei dieser Entwicklung marginalisiert zu werden, obwohl sie durchaus wertvolle Beträge für das jeweilige Teilfach und Interessengebiet liefern können.

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