Die „Goldene Stadt“ erlesen. Eine literarische Reise in das Prag um 1900

Flyer zur Veranstaltung

Mitschnitt der Lesung

2017/06/27
Es gibt unterschiedliche Wege, sich eine Stadt zu erschließen, zumal in historischer Perspektive. Die Worte der Zeitgenossen bieten eine besonders intensive Möglichkeit, um in die Lebenswelt der Menschen einer Epoche einzutauchen. Prag, die „Goldene Stadt“ im Herzen Böhmens, besaß schon um 1900 eine rege künstlerisch-literarische Szene, die weltgewandt, dabei aber gleichzeitig stark von ihrem Schaffensort geprägt war. Vielsprachigkeit formte ebenso die Werke der Literaten wie das deutsch-jüdisch-tschechische Zusammenleben in der Stadt, die wiederum eine der großen Metropolen der Habsburger Monarchie war. Anhand von Auszügen aus unterschiedlichen literarischen Texten soll das Publikum in das Prag des frühen 20. Jahrhunderts hineingeführt werden. Prof. Dr. Reinhard Ibler und Dr. Franz Schindler (Institut für Slavistik, Justus-Liebig-Universität Gießen) werden für eine literaturwissenschaftliche Einordnung sorgen; Osteuropahistoriker Sebastian Paul (Herder-Institut) unterstützt sie dabei.