Fortschritt, unverhofft. Deutschsprachige Schriftsteller zur Solidarność. Buchvorstellung und Lesung

Mitschnitt der Lesung

Buchcover "Fortschritt, unverhofft. Deutschsprachige Schriftsteller zur Solidarność" Marion Brandt (Hrsg.)
Flyer zur Lesung
Flyer zur Lesung

2019/05/07

Mit dem Streik der Werftarbeiter von Gdańsk im August 1980 begann die größte Demokratiebewegung, die es im sowjetischen Herrschaftsbereich vor 1989 gegeben hat. 15 Monate lang kämpfte die nach dem Streik gegründete freie und unabhängige Gewerkschaft Solidarność um gesellschaftliche Reformen, ehe sie mit der Ausrufung des Kriegszustandes am 13. Dezember 1981 in die Illegalität gezwungen wurde. Die internationale Öffentlichkeit verfolgte das Aufbegehren der Polen gegen soziale Ungerechtigkeit und Unfreiheit mit angehaltenem Atem. Es weckte aber nicht nur Sympathien, Begeisterung und Hoffnungen, sondern auch Ängste, Ablehnung und vereinzelt sogar Hass.
Die Anthologie Fortschritt unverhofft. Deutschsprachige Schriftsteller und Solidarność (fibre Verlag Osnabrück 2016) dokumentiert in Gedichten, Liedern, Erzählungen, Essays und Romanauszügen die Äußerungen deutschsprachiger Schriftsteller zur Solidarność, unter anderem von Horst Bienek, Wolf Biermann, Hans Magnus Enzensberger, Jürgen Fuchs, Günter Grass, Reiner Kunze, Helga M. Novak, Utz Rachowski und Arno Surminski.
Marion Brandt, Professorin für deutsche Literatur an der Universität Gdańsk, stellt die von ihr herausgegebene Textsammlung vor.