1919 im Baltikum: Ende einer Epoche - Ein Blick in die Zeit vor der Enteignung des deutschbaltischen Adels

Mitschnitt der Lesung

Schloss Allatzkiwwi um 1900, Foto: Münnich-Nolcken’scher Nachlass des Ostpreußischen Landesmuseums im Herder-Institut
Flyer zur Lesung

2019/04/09

Vor 100 Jahren, am Ende des Ersten Weltkriegs, befand sich das Baltikum in einem großen Umbruch: Kriege, Staatsgründungen und Staatsstreiche, Revolutionen und Reformen veränderten das Leben grundlegend. Es war die Zeit, in der der deutschbaltische Adel seine lange währende, zentrale Stellung verlor. Bodenreformen in den neu ausgerufenen Republiken Estland und Lettland entzogen ihm eine seiner wichtigsten Machtgrundlagen, indem sie den Großgrundbesitz

enteigneten. Anlässlich der 100sten Jährung der estnischen Bodenreform 1919 möchte der Vortrag einen Blick in die Welt der deutschbaltischen Güter vor der Enteignung werfen. Dabei soll die Politik im Zarenreich des späten 19. Jahrhunderts genauso betrachtet werden wie Entwicklungen vor Ort. Im Fokus liegt das Gut Allatzkiwwi im heutigen Estland. 

Die Lesung greift auf Quellen aus Teilen des im Herder-Institut aufbewahrten Münnich-Nolcken‘schen Nachlasses zurück.

Während der Lesung mit Julian Windmöller
Julian Windmöller
Während der Lesung mit Julian Windmöller