Bildkulturen in gesellschaftlichem und medialem Wandel

1. Februar 2017, GCSC Gießen, Raum 001 (MFR)

Der 4. Hessische Studientag mit dem Titel „Bildkulturen im gesellschaftlichen und medialen Wandel“ führt derzeit in Hessen laufende Dissertationsprojekte zusammen, die thematisch an der Schnittstelle Kultur-/Geschichts-/Bildwissenschaften angesiedelt sind. Richtungsweisend ist dabei die Annahme, dass seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs tiefgreifende Transformationen zugunsten moderner Bildgesellschaften stattfinden. Vielfach wurde von einer „Bilderflut“, gar von einem „iconic turn“, gesprochen, der durch das Fernsehen, die Filmtechnik oder die fortschreitende Digitalisierung der Medienwelt bedingt ist. Im Fokus des Studientags steht die Frage nach der Art und Weise, wie diese Bildtechniken gesellschaftlichen Wandel erzeugen und auf welche Weise diese veränderten gesellschaftlichen Praktiken wiederum auf die Bildkulturen zurückwirken.

Programm:

13:30-14:15 Annabel Ruckdeschel: Konstruktionen nationaler Identitäten durch Kunst, Kunstmarkt und Kunstkritik in Frankreich (1918-1939)
14:15-15:00 Ana Lucia Migowski: The representation of the Brazilian Military Regime (1964-1985) through digital images: an analysis of mediated mnemonic practices on social network sites

15:00-15:30 Kaffeepause

15:30-16:15 Sophie-Charlotte Opitz: Bilderregungen – Transformierende Reisen von Erinnerungen in konzeptueller Kriegsfotografie
16:15-17:00 Diskussion mit Peter Haslinger: Umgang mit ediertem Grauen: Quellen- und Medienkritik im Zeitalter der Digital Humanities
[Lektüre: Forum: P. Haslinger / T. Tönsmeyer: Vom digitalen Umgang mit ediertem Grauen – forschungsethische Fragen, in: H-Soz-Kult, 12.12.2015, www.hsozkult.de/debate/id/diskussionen-2930]

17:00-17:30 Abschlussdiskussion

18:00 Keynote: Tom Holert: Travelling the Image. On Navigation as a Paradigm of Digital Visual Cultures

» vollständiges Programm des Workshops