Publikationskulturen im Wandel III: Strategien der Internationalisierung

Marburg, 19.-20. Mai 2016

Während sich die Workshops von 2012 und 2014 mit den methodischen Ansätzen bibliometrischer Verfahren bzw. mit den Auswirkungen entsprechender Entwicklungen auf die redaktionelle Praxis einzelner Zeitschriften auseinandergesetzt haben, soll 2016 die Frage der „Internationalisierung“ näher beleuchtet werden. Angesprochen ist hier zum einen die Leserperspektive: Wie lässt sich die Rezep tion einer Zeitschrift außerhalb ihres Erscheinungslandes verbessern und deren Leserkreises auswei ten? Andererseits sehen sich auch die Redaktionen mit Fragen der Internationalisierung konfrontiert, so z.B. bei der Auswahl der Autor/inn/en und Herausgeber/innen.
Die stärkere Einbindung in internationale Netzwerke und Diskurse fördert die methodische und thematische Vielfalt einer Zeitschrift und erhöht so auch ihre Reputation gegenüber anderen Periodika. Internationalisierung wird häufig aber nicht nur als Chance wahrgenommen, sondern auch als Druck mittel eingesetzt: Geldgebende Institutionen oder Evaluierungskommissionen schätzen den „interna tionalen Charakter“ einer Zeitschrift bisweilen als Wert an sich, ohne die Qualität der Beiträge selbst zu gewichten, und fördern so indirekt die Marginalisierung nicht-englischsprachiger Aufsätze.

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