Digitale Begegnungen mit Kulturerbe

6. Tagung unter dem Titel "Immaterielles Erbe", 26.-27. September 2014 Lodz (Polen)

Die Organisatoren der 6. Konferenz „Digitale Begegnungen mit Kulturerbe“ laden zur Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe ein, das seine materielle Repräsentanz teilweise oder vollständig verloren, gegebenenfalls nie besessen hat, sowie mit den Anforderungen an die Dokumentation und Vermittlung des genuin digitalen kulturellen Erbes (born-digital).
Die einzureichenden Referate sollen zum einen die etablierten Forschungs- und Dokumentationspraktiken des immateriellen kulturellen Erbes aufzeigen, zum anderen die computergestützte Arbeitsmethodik vorstellen.
Erwartet werden Beiträge zur:

  1. Erforschung und Visualisierung zerstörter Denkmäler, u.a. zur Problematik virtueller Rekonstruktion, ihrer wissenschaftlichen Nachweisbarkeit und zur Digitalisierung der Dokumentation nicht mehr existierender Objekte.
  2. Problematik der Langzeitverfügbarkeit und Sichtbarkeit des „digitalen Erbes“, vor allem der virtuellen Rekonstruktion, im Kontext des postulierten Web 3.0, semantischer Netze und Linked Open Data.
  3. Erforschung und Visualisierung nicht realisierter beziehungsweise temporärer Kunstwerke – wie ephemäre Triumphbögen, Dekorationen oder castra doloris – anhand der überlieferten ikonografischen Konzeption sowie zu den damit einhergehenden Fragestellungen zur computergestützten 3D Modellierung.
  4. Dokumentation, Erforschung und Vermittlung unterschiedlicher Genres immaterieller Kultur – wie Technologien, Traditionen und Bräuche – mittels zeitgenössischer Medien.
  5. Edition und digitalen Publikation der Quellen, wie analoge Lehrbücher und Skizzenbücher.

Interessant sind Lösungsansätze, die sowohl bereits bewährte Forschungs- und Dokumentationsmethoden zusammenfassen als auch die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit computergestützten Methoden vorstellen.

Vor allem richtet sich das Interesse auf die Fragestellungen im Zusammenhang mit der kritischen Computervisualisierung als einem Medium zur Unterstützung des wissenschaftlichen Diskurses.

In erster Linie suchen wir Antworten auf die Frage, welche Anforderungen erfüllt sein müssen, damit die Computervisualisierung ein integrales Element des wissenschaftlichen Diskurses werden kann.

Kontaktperson am Herder-Institut: Piotr Kuroczyński

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