Politische Mobilisierung in Ostmittel- und Südosteuropa

Doppeltagung des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft (Marburg) und des Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung (Regensburg), 13.-14. Juni 2013, Marburg

Die Doppeltagung zielte auf ein derzeit tagesaktuelles Problem der europäischen Politik: Sie fragte – aus historischer wie aktueller Perspektive – nach Mobilisierungsformen politischer Parteien und Bewegungen in Zeiten von Krisen. Sie beleuchteten die langfristigen Auswirkungen entsprechender Mobilisierungsformen auf die Stabilität politischer Systeme und Kulturen. Die Untersuchungskontexte betrafen daher nicht nur wirtschaftliche und soziale Krisen (wie z.B. die Agrarkrisen der 1840er Jahre und im späten 19. Jahrhundert, die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre, ökonomische Transformationsphasen und die globale Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2008) sondern widmeten sich auch den Stabilisierungsphasen von Gesellschaften nach einschneidenden Kriegserfahrungen oder Revolutionen (z.B. Napoleonische Kriege, 1848/49, Weltkriege) sowie den politischen System- und Sinnkrisen, die auf einschneidende innen- oder außenpolitische Ereignisse zurückzuführen waren.