Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (65% E 13 TV-H)

Am Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft ist folgende Stelle zu besetzen:

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (65% E 13 TV-H) im Teilprojekt „Urban Authenticity in Stettin/Szczecin“

Bewerbungsfrist: 23. März 2020

Der/die Doktorand*in arbeitet im Teilprojekt „Urban Authenticity in Stettin/Szczecin“ mit, das in Marburg am Herder-Institut von Christian Lotz geleitet wird. Das Projekt ist Teil des SAW-Vorhabens „Urban Authenticity: Creating, contesting, and visualizing the built heritage in European cities since the 1970s“. Es wird von der Leibniz-Gemeinschaft finanziert und gemeinsam vom Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, dem Herder-Institut für historische Ostmitteleuropa-Forschung und dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin betrieben.
Die Stelle ist auf drei Jahre befristet. Das Vorhaben soll am 1. Mai 2020 beginnen. Es ist möglich, die Stelle einige Monate später anzutreten (der Zeitraum des Teilprojekts verlängert sich entsprechend). Das Gehalt für die Stelle bemisst sich an 65% E13 des Tarifvertrags des Landes Hessen (etwa 2.500 Euro brutto, bzw. etwa 1.600 Euro netto).

Das Gesamtvorhaben:
Das Projekt „Städtische Authentizität“ untersucht, wie in europäischen Stadtgesellschaften über öffentliche Debatten, mediale Präsentationen und städtebauliche Praktiken bestimmte Teile des Bauerbes in Wert gesetzt und „authentisiert“ wurden. Es leistet damit einen Beitrag zu der breiten Diskussion in den Geschichts- und Kulturwissenschaften, die den Bedeutungsgewinn von „Authentizität“ als vermeintlicher „Echtheit“ von Personen, Objekten oder Praktiken kritisch hinterfragt und nach den Mechanismen der gesellschaftlichen Konstruktion und Funktion von Authentizität fragt. Im Zentrum der Untersuchung stehen öff entliche Debatten und Praktiken von Bürger initiativen, Stadtverwaltungen und weiteren Akteuren im Spannungsfeld von Baupolitik, Tourismus, Migration usw. seit den 1970er Jahren in Städten der Bundesrepublik, der DDR, Polens und Frankreichs.

Ihr Teilprojekt:
Im Rahmen des Teilprojekts erforschen Sie die Kontroversen um „Authentizität“ in Stettin/Szczecin. Anhand von Quellenüberlieferungen in Archiven und Bibliotheken identifi zieren Sie thematische Schwerpunkte der Auseinandersetzung und erforschen einzelne räumliche Beispiele (Stadtbezirke, Bauwerke von besonderem Interesse o.ä.). Die Quellengrundlage Ihrer Arbeit umfasst textliche und visuelle Materialien (Karten, Fotografien usw.). Ausgehend von diesem Material erforschen Sie, welche Akteure sich mit welchen Zielen in Auseinandersetzungen um bauliches Erbe („built heritage“) einbrachten und in welchem Zusammenhang lokale, nationale und transnationale Handlungsräume stehen. Im letzten Jahr des Projekts wird von Ihnen erwartet, dass Sie eine Dissertationsschrift im Umfang von etwa 100.000 Wörtern in deutscher oder englischer Sprache vorlegen und an der Justus-Liebig-Universität Gießen promoviert werden. Für eine Promotion an der Justus-Liebig-Universität
Gießen sind Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 erforderlich. Die Tätigkeit im Teilprojekt erfordert einen Aufenthalt am Dienstort Marburg. Für Reisen zu Archiven und Bibliotheken stehen Reisekosten zur Verfügung.

Ihre Fähigkeiten:
Sie haben einen Masterabschluss in Geschichtswissenschaften oder in einer verwandten Disziplin. Ihnen sind die methodischen Herausforderungen der „Visual History“ vertraut. Ihre Deutsch- und Englisch-Kenntnisse sind sehr gut und Sie sind in der Lage, polnische Quellen zu lesen. Sie sind teamfähig und stehen interdisziplinären Diskussionen offen gegenüber.
Fragen zu dieser Stellenausschreibung richten Sie bitte an Herrn PD Dr. Christian Lotz: christian.lotz@herder-institut.de

Das Herder-Institut versteht sich als familienfreundliche Einrichtung. Es verfolgt das Ziel der beruflichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Deshalb bitten wir qualifizierte Wissenschaftlerinnen nachdrücklich, sich zu bewerben. Bewerbungen Schwerbehinderter werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerber*innen mit Kindern sind willkommen.

Ihre Bewerbung sollte folgende Dokumente enthalten: Ein Motivationsschreiben, einen tabellarischen Lebenslauf, Zeugniskopien sowie die Zusammenfassung Ihrer Master-Arbeit (oder eines anderen kurzen Texts in deutscher oder englischer Sprache, der Ihre Qualifikation verdeutlicht, wie bspw. ein kürzlich publizierter Artikel oder ein Buchkapitel). Wir bitten Sie, Ihre Bewerbung nur per eMail einzureichen. Bitte fassen Sie dazu alle Unterlagen in einem PDF zusammen.
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung in Deutsch oder Englisch bis spätestens 23. März 2020 an: bewerbung@herder-institut.de

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