Presseausschnittsammlung

Unsere Zeitungsausschnittsammlung ist den einzelnen Ländern bzw. Regionen (Estland, Lettland, Litauen, Nördliches Ostpreußen (Kaliningradskaja oblast’), Polen, Slowakei, Sowjetunion/Rußland, Tschechoslowakei, Tschechische Republik) zugeordnet. Sie umfasst ca. 5 Millionen Ausschnitte bzw. Kopien in etwa 15.500 Aktenordnern sowie - seit 1991 - Mikrofiches mit etwa 600.000 Aufnahmen. Außerdem finden sich noch kleinere Bestände zu: Albanien, Baltikum allgemein, Bulgarien, Deutschlandfrage(n), Deutschlandpolitik, Finnland, Flüchtlingen, Griechenland, Jugoslawien, Kommunismus, Minderheiten, Orthodoxe Kirche/Ostkirchen, Ostmitteleuropa(forschung), Ostpolitik, Ostseeraum allgemein, Rumänien, RGW/Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe, Südosteuropa, Spionage, Sowjetzone (DDR), Triest, Ungarn.

Bis zum Ende des 1. Quartals 1999 werteten wir fortlaufend einen ausgewählten Teil der abonnierten Zeitungen (einschließlich der überregionalen Tages- und Wochenzeitungen aus dem deutschsprachigen Raum) anhand einer detaillierten Sachsystematik aus.

» Sachsystematik (pdf-Datei)

» Index zur Sachsystematik (pdf-Datei)

Die Sachsystematik deckt mit ihren etwa 450 Stichwörtern unter den Oberbegriffen Geographie, Bevölkerung, Geschichte, Verwaltung, Recht, Auswärtige Beziehungen (zu den einzelnen Ländern in unterschiedliche Bereiche aufgegliedert), Innenpolitik, Wirtschaft (darin verschiedene Wirtschaftszweige, aber auch Umweltprobleme), Kultur (darin auch Wissenschaft, Erziehung, Kirche) sowie Militär eine Vielfalt von Themenbereichen ab.

Als Teilbereiche der Zeitungsausschnittsammlung sind hervorzuheben:

  • die Personenarchive mit biografischen Angaben zu wichtigen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur (ca. 1,5 Mio. Ausschnitte)
  • dazu gehörige Erschließungsprojekte
  • die Ortsarchive, in denen Nachrichten und Berichte zur Entwicklung von Städten und Regionen zusammengetragen wurden (ca. 0,5 Mio. Ausschnitte).

Als Sonderbestand verfügt das Pressearchiv über 260 Kästen mit Zeitungsausschnitten (insgesamt ca. 90.000 Dokumente vor allem deutschsprachiger Presse) aus der Zwischenkriegszeit: 163 Ordner zu Polen, 58 zum Baltikum, 39 zur Tschechoslowakei. Für die Kriegs- und unmittelbare Nachkriegszeit (1946-1959; v.a. Polens) konnten wir den Bestand durch Zukäufe retrospektiv ergänzen.

Außerdem liegen für Polen und die Tschechoslowakei für die Jahre ca. 1957 bis 1989 Rundfunkberichte (RFE) sowie zahlreiche Ausgaben der Ostinformationen (ca. 1956-1966), des Ost-Express (ca. 1931-1939) und des Ost-Dienst (1961-1963) vor.

Seit 2011 befindet sich die Presseausschnittsammlung des Deutschen Instituts für Zeitgeschichte bzw. des Instituts für Internationale Politik und Wirtschaft der DDR als „kommunistische Parallelüberlieferung“ im Herder-Institut. Es handelt sich um 839 Archivkartons mit je ca. 350 bis 400 Ausschnitten aus dem Zeitraum 1945 bis 1991 bzw. teilweise aus der Zwischenkriegszeit. Das Deutsche Institut für Zeitgeschichte (DIZ) existierte von 1949 bis 1971. Mit verschiedenen Beständen aus Bibliotheken und Sammlungen der Weimarer Republik und der NS-Zeit stellte es eine der bedeutenden Einrichtungen zu Dokumenten und anderen Quellen der deutschen Zeitgeschichte seit etwa 1871 dar. Im Jahre 1971 wurde es in das neu gegründete Institut für Internationale Politik und Wirtschaft (IPW) überführt. In der Presseausschnittsammlung dominieren Artikel aus der regional breit gestreuten Presse der Bundesrepublik Deutschland bzw. der DDR. Artikel aus ost(mittel)europäischen Zeitungen sind selten im Original sondern meist als eine Art Pressespiegel beigefügt. Ausländische, nicht deutschsprachige Presse fehlt fast völlig.