„Wenn ich bei diesem Thema anfange, kann ich immer noch kein Ende finden…“ - Else Hueck-Dehio in einem Bericht über eine Reise nach Estland 1942

Signatur DSHI 110 Grote 0311
Else Hueck-Dehio ca. 1915 (Signatur DSHI 110 Grote 0316_01)

Das „Frl. E. Dehio“ war die Schriftstellerin (sie selbst nannte sich Erzählerin) Else Hueck-Dehio. Sie wurde 1897 in Dorpat als Tochter des Professors Karl Dehio und seiner Frau Elisabeth, geb. Treffner, geboren. Nach der Ausbildung zur Krankenschwester in Deutschland heiratete sie 1920 den Lüdenscheider Fabrikanten Richard Hueck und blieb in Lüdenscheid, bevor sie 1955 nach Murnau / Obb. zog, wo sie 1976 gestorben ist. Else Hueck-Dehio wurde bekannt durch volkstümliche Erzählungen, die ihre Heimat, das Baltikum, thematisierten. „Tief berührt durch die Umsiedlung der deutschbaltischen Volksgruppe entschloß Else Hueck-Dehio sich, den Schlüsselroman ‚Liebe Renata‘ zu schreiben“, so Vera v. Sass (in den  Baltischen Briefen 7/8, 1976, S. 10), ein Roman, der in den Jahren des 1. WK und der Revolution in Dorpat/Tartu spielt. Das in der Überschrift genannte Zitat steht am Anfang eines Berichts von Else Hueck-Dehio über eine Reise in ihre Heimat 1942 (DSHI 110 Grote 296_01, hier werden besonders die Erlebnisse in Dorpat/Tartu erwähnt).

Die Private Dom-Schlittschuhbahn lag unterhalb der Westseite der Domruine von Dorpat/Tartu (im Sommer wurde und wird der Platz bis heute zum Tennisspielen genutzt). Die Eintrittskarte stammt aus dem Familienarchiv Grote, in dem sich wegen enger verwandtschaftlicher Beziehungen auch einige Bestände zur berühmten Dorpater Familie Dehio befinden, so auch 70 Archivalieneinheiten zu Else Hueck-Dehio.

Dorothee M. Goeze