Informationen und Bestände

Als wissenschaftliche Spezialbibliothek zur politischen sowie Kultur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Landeskunde und Kultur Ostmitteleuropas sammeln und erschliessen wir Bücher, Zeitschriften und Zeitungen sowie Noten, Schallplatten, CDs, CD-Roms, Videos, DVDs, elektronische Ressourcen (z.B. Nationallizenzen) in ost- und westeuropäischen Sprachen.

Unser Bestand umfaßt 500.000 Bände, darunter über 21.700 in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) gemeldete Periodika, von denen wir derzeit noch rund 1.600 Titel fortlaufend abonnieren. Wir sind der nationalen und internationalen Fernleihe angeschlossen und halten deshalb alle Medien zur Benutzung vor Ort bzw. im Rahmen der Orts- oder Fernleihe bereit.

Wir konzentrieren uns sowohl unter inhaltlichen wie regionalen Aspekten auf einen klar definierten Bereich und sammeln Fachliteratur über Ostmitteleuropa mit dem Anspruch größtmöglicher Vollständigkeit auch im Bereich der schwer beschaffbaren (sogenannten "grauen") Literatur. Seit unserer Gründung beschafften wir nicht nur die aktuell erscheinende Literatur, sondern auch ältere Bücher oder Zeitschriften.

In den Anfangsjahren kamen so geschlossene Bestände (etwa die aus den USA zurückgegebenen Bibliotheksbestände der "Publikationsstelle Berlin-Dahlem") oder Sammlungen aus privater Hand in unsere Bibliothek. Unsere Bestandsschwerpunkte liegen deutlich im 19. bis 21. Jahrhundert; wir besitzen jedoch auch eine verhältnismässig grosse Auswahl an Titeln (Rara) aus der Zeit vor 1800. Uns war es immer wichtig, ohne inhaltliche oder ideologische Scheuklappen zu sammeln. Deshalb sind bei uns etwa für die Zeit des "Kalten Krieges" sowohl ideologisch geprägte Publikationen aus den sozialistischen Ländern als auch Veröffentlichungen der Emigration oder der Vertriebenenpresse in grosser Vollständigkeit vorhanden.

Als Verpflichtung unserem Namenspatron gegenüber bieten wir zudem eine nach Texten und Sekundärliteratur aufgegliederte Sammlung zu Johann Gottfried Herder. Diese grosse Bestandsbreite und Bestandsdichte, sowie weitere Sondersammlungen machen die besondere Bedeutung unserer Bestände aus.