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Inspiration Natur. Naturschutz in den böhmischen Ländern bis 1933

Studien zur Ostmitteleuropaforschung

Autorin: Jana Piňosová

Band: 39, 302 S., X, Marburg 2017

ISBN: 978-3-87969-423-5

54,00

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Inhalt

Jana Piňosová, geb. 1974, Dr. phil., Historikerin, studierte Osteuropäische Geschichte, Erziehungswissenschaft sowie Politische Wissenschaft an der Universität Bonn, seit 2015 Mitarbeiterin des Sorbischen Instituts in Bautzen; Forschungsschwerpunkte: Naturschutzgeschichte, Geschichte der böhmischen Länder und der Tschechoslowakei, Geschichte der nationalen Minderheiten.

Dieses Buch macht Naturschutz zum Thema. Es widmet sich den Anfängen des Naturschutzes in den böhmischen Ländern und ergänzt somit die Geschichte des europäischen Naturschutzes um einen wichtigen Aspekt. Als im deutschsprachigen Raum um 1900 die Debatte um Naturschutz aufkam, waren Akteure aus böhmischen Ländern mit von der Partie. Sie teilten das Gefühl des Unbehagens, das viele Menschen angesichts der rapiden Veränderungen ihrer unmittelbaren Lebenswelt empfanden, sowie die Fähigkeit, politisch zu handeln. Auch sie fühlten sich aufgerufen, Antworten auf die Frage nach angemessenem Umgang mit Natur zu formulieren. Verhandelt wurde Natur als Denkmal, als ästhetische Kulisse touristischer Betätigung, als Ressource des Fremdenverkehrs, als Gegenstand der Wissenschaft, als soziales und nationales Gut sowie Quelle von Ethik und Gesundheit. Die Klammer der äußerst heterogenen Motive und Vorschläge war der Wunsch, Naturschutz zu einer öffentlichen Aufgabe zu machen. In den 1930er Jahren war es soweit. Während sich die Generation der ersten Naturschützer verabschiedete, war der Naturschutz institutionalisiert und zu einem denkbaren Feld politischen Handelns geworden.

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