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28.06.2012 - 01.07.2012
Conference

Einladung zur Tagung "Lesen, Schreiben, Erzählen - digital und vernetzt" Abschlusskonferenz des LOEWE-Schwerpunkts „Kulturtechni

Justus-Liebig-Universität Gießen, 28.-30. Juni 2012
Diese Tagung ist gleichzeitig die Abschlusskonferenz des LOEWE-Schwerpunkts "Kulturtechniken und ihre Medialisierung", an dem das Herder-Institut mit mehreren Forschungsprojekten beteiligt ist.

Seit bald vier Jahren untersucht der LOEWE-Schwerpunkt „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ wie sich kommunikative Kulturtechniken im 20. und 21. Jahrhundert durch moderne, insbesondere digitale Medien verändern. Am Herder-Institut sind zwei Dissertationsprojekte des Schwerpunkts angesiedelt, die sich mit den Sammlungsordnungen des Instituts sowie mit der polnischen Medienpolitik im Angesicht des Holocaust befassen; ein Transferprojekt beschäftigte sich mit der Digitalisierung und Multimedialisierung der „Chronik“ des Gettos Lodz/Litzmannstadt. Zum Ende des vierten und letzten Förderjahres findet von 28. – 30. Juni 2012 im Senatssaal der Justus-Liebig-Universität Gießen die Abschlusstagung des LOEWE-Schwerpunkts statt. Diese stellt die kommunikativen Kulturtechniken des Lesens, Schreibens und Erzählens ins Zentrum. Wie sich diese Kulturtechniken durch mediale Transformationen als Prozesse verändern und wie sich diese Veränderungen auf die kulturellen Produkte auswirken, untersucht die Tagung in drei Sektionen: „Lesen und Schreiben“, „Lehren und Lernen“, „Erzählen – faktual und fiktional“. Die einzelnen Sektionen widmen sich dabei u.a. folgenden Fragen: Wie verändern digitale Medien Lese-, Schreib- und Erzählprozesse? Wie verändern sich Lese-, Schreib- und Erzählformen unter dem Einfluss digitaler Medien? Welche medial bedingten neuen Formen entstehen? Wie lassen sich Lese- und Schreiberwerbsprozesse medial unterstützen bzw. medienspezifische Schreib- und Lesekompetenzen vermitteln?

Das Spektrum der Beiträge umfasst neben den im Forschungsschwerpunkt „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ vertretenen Kerndisziplinen – Didaktik, Linguistik, Geschichtswissenschaft, Literatur- und Kulturwissenschaft – auch angrenzende kulturwissenschaftlicher Disziplinen wie Medienwissenschaft und Philosophie. Die Plenarvorträge werden von dem Philosophen und Wissenschaftshistoriker Prof. Dr. Olaf Breidbach (Friedrich-Schiller-Universität Jena) und dem Medienwissenschaftler Prof. Dr. Roberto Simanowski (Universität Basel) gehalten.

Das endgültige Tagungsprogramm finden Sie auf der Tagungswebsite des LOEWE-Schwerpunkts

Ergänzend zur Abschlusstagung veranstalten der LOEWE-Schwerpunkt und das Gießener Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI), dem die Federführung des LOEWE-Schwerpunkts obliegt, eine ZMI-Wissenschaftslounge zum Thema „Aktuelle Perspektiven und Herausforderungen interdisziplinärer Forschung“. Die Podiumsdiskussion findet am 29. Juni um 18.30 Uhr im Margarete-Bieber Saal der Justus-Liebig-Universität statt und beleuchtet das Thema „Interdisziplinarität“ aus der Perspektive der Wissenschaftsforschung, der wissenschaftlichen Praxis und der Forschungsförderung.

Sind disziplinäre Grenzen überhaupt noch zeitgemäß? Welche Chancen, aber auch welche Risiken birgt interdisziplinäre Forschung? Ist die Forschung an deutschen Universitäten wirklich so interdisziplinär wie behauptet? Nimmt die Forderung nach Interdisziplinarität überhand in der Wissenschaft? Haben interdisziplinäre Projekte tatsächlich bessere Chancen bei der Einwerbung von Drittmitteln? Über diese und weitere Fragen diskutieren Prof. Dr. Gisela Klann-Delius (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Wolfgang Krohn (Universität Bielefeld), Prof. Dr. Claus Leggewie (Kulturwissenschaftliches Institut Essen), Dr. Lisa Herzog (Universität St. Gallen) und Dr. Vera Szöllösi-Brenig (Volkswagenstiftung). Moderiert wird die Podiumsdiskussion von dem Gießener Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Joachim Jacob.