Rede über die Vorzüge des Genossenschaftswesens

Fragment des Referats des Ministers für Industrie und Handel, Hilary Minc, über die Leitlinien des Gesellschafts- und Wirtschaftssystems, gehalten vor dem Plenum des ZK der Polnischen Arbeiterpartei (PPR) am 6. Juni 1948

Modul
Volksrepublik Polen
Kategorien
Schlagwörter
Wirtschaft | Landwritschaft
Sprache
Deutsch

6. Juli 1948, Warschau – Fragment des Referats des Ministers für Industrie und Handel, Hilary Minc, über die Leitlinien des Gesellschafts- und Wirtschaftssystems, gehalten vor dem Plenum des ZK der Polnischen Arbeiterpartei (PPR)

... Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich unter den Bedingungen des kapitalistischen Systems das Genossenschaftswesen – und besonders das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen –entgegen den idealistischen und romantischen Erwartungen der alten Genossenschaftler sehr schnell in eine kollektive kapitalistische Institution umgestaltet hat, d. h. in eine Institution, die die Kapitalisten bedient, im gegebenen Fall die bäuerlichen. Die Erfahrung sehr vieler Länder hat gezeigt, dass im kapitalistischen System das bäuerliche Genossenschaftswesen, umgestaltet in eine kollektive kapitalistische Institution, das Tempo der kapitalistischen Entwicklung der Landwirtschaft und der kapitalistischen Ausdifferenzierung des Dorfes nicht nur nicht gebremst, nicht verlangsamt und nicht besänftigt hat, sondern im Gegenteil diesen Prozess beschleunigt hat, der im Endeffekt zur Anhäufung des übergroßen Teils des Bodens und der Produktionsmittel in den Händen der bäuerlichen Kapitalisten und zur Degradierung des überwiegenden Teils der Bevölkerung in Proletarier ohne Eigentum an Boden und Produktionsmitteln geführt hat.

So war es im kapitalistischen System und deshalb war das negative Verhältnis der Marxisten zu den programmatischen Ansätzen der Bauernfunktionäre hinsichtlich der Beseitigung der ländlichen Armut völlig gerechtfertigt und berechtigt.

Die Situation hat sich jedoch grundsätzlich und prinzipiell unter den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen des volksdemokratischen Systems verändert. Unter den Bedingungen dieses Systems wäre eine negative oder verächtliche Einstellung zum landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen nicht nur ungerechtfertigt und nicht dienlich, sondern sie wäre geradezu absurd und schädlich.

Warum? Zum Ersten, weil sich die Macht bei uns nicht in den Händen der Kapitalisten befindet, sondern in den Händen der Regierung des Volkes, gestützt auf das Arbeiter- und Bauernbündnis. Das heißt, dass diese Regierung die Möglichkeit hat, auf die Entwicklung des Genossenschaftswesens Einfluss zu nehmen, diese Entwicklung zu fördern und zu beschleunigen sowie mit Hilfe der Bauernmassen zu verhindern, dass die Entwicklung des Genossenschaftswesens von Landwirtschaftskapitalisten für deren Interessen übernommen wird, soll heißen in eine kapitalistische kollektive Institution umgestaltet wird. Die Volksmacht hat somit die Möglichkeit, das Genossenschaftswesen zu kontrollieren, es mit dem Staatsplan zu verbinden, aus ihm einen integralen Teil des Wirtschaftssystems der Volksdemokratie in ihrer Entwicklung hin zum Sozialismus zu machen.

Zum Zweiten deshalb, weil das Arbeiter- und Bauernbündnis, repräsentiert durch die Volksregierung, bei uns nicht nur eine reelle politische, sondern auch eine große wirtschaftliche Kraft ist. Das heißt in Bezug auf das Genossenschaftswesen, dass wir uns auf die sozialistischen Einstellungen in der Industrie, im Groß- und Einzelhandel, in der Kommunikation, im Finanzbereich stützen können und wir die Möglichkeit haben, so auf das Genossenschaftswesen einzuwirken, dass eine kapitalistische Entwicklung desselben unmöglich gemacht wird, z. B. durch entsprechende Kreditvergaben und eine entsprechende Produktions- und Verteilungspolitik bei Industriegütern.

Unter den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen der Volksdemokratie kann das Genossenschaftswesen tatsächlich – so wie es die alten Bauernvertreter erträumt hatten – die kapitalistische Entwicklung des Dorfes aufhalten und es auf neue Entwicklungsbahnen lenken.

Unter den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen der Volksdemokratie ist das Genossenschaftswesen nicht nur der beste, sondern auch der einzige Ausweg aus der Sackgasse der kapitalistischen Entwicklung.

Unter den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen der Volksdemokratie stellt das bäuerliche Genossenschaftswesen die beste Form dar, um die individuellen Interessen des Bauern mit dem allgemeinen, staatlichen und nationalen Interesse zu harmonisieren.

Unter den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen der Volksdemokratie stellt das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen die einfachste, leichteste und für den gewöhnlichen Bauern zugänglichste Art des Übergangs zum neuen Wirtschaftssystem dar, einem großen Wirtschaftssystem, das zur Ausnutzung aller Wohltaten der modernen Landwirtschaftstechnik und des damit verbundenen Wissens fähig ist.

Wir sprechen ständig allgemein vom bäuerlichen Genossenschaftswesen. Es kann daher die berechtigte Frage entstehen, was wir darunter genau verstehen. Wie bekannt, kann man das Genossenschaftswesen in Bezug auf die Landwirtschaftsbetriebe in die Bereiche Verkauf/ Absatz landwirtschaftlicher Produkte, Versorgung mit notwendigen Waren und Produktionsmitteln und schließlich landwirtschaftliche Produktion selbst unterteilen.

Wenn wir also von landwirtschaftlichem Genossenschaftswesen sprechen als für den durchschnittlichen Bauern einfachstem, leichtestem und zugänglichstem Weg des Übergangs zum neuen Gesellschaftssystem, dann haben wir natürlich alle drei Bereiche im Sinn: Verkauf, Versorgung und Produktion. Das bedeutet nicht, dass wir dächten, dass alle drei Bereiche des Genossenschaftswesens sich auf dem Dorf gleichmäßig, gleichzeitig, mit gleicher Geschwindigkeit und gleichem Tempo entwickeln könnten. Es ist klar, dass sich das Genossenschaftswesen in den Bereichen Verkauf und Versorgung als die einfachsten Formen, die die geringsten Investitionen und weniger Anstrengung zur Überwindung der psychologischen Schwelle erfordern, sich schneller entwickeln wird als das Genossenschaftswesen im Bereich Produktion. Wir sehen das im Übrigen, wenn wir die bisherige Entwicklung des Genossenschaftswesens betrachten: Während die Genossenschaftsidee im Bereich Verkauf und Versorgung auf dem Dorf bereits gut verankert ist, existiert sie im Bereich landwirtschaftliche Produktion praktisch nicht oder nur in bescheidenen Anfängen. Deswegen muss das Programm der Vereinigten Partei dem polnischen Dorf klar sagen: Der Ausweg aus der Sackgasse der kapitalistischen Entwicklung, die schnelle Beseitigung der ewigen Armut auf dem Lande, die schnelle Einführung von moderner Technik und Wissen auf dem Dorf, eine wirklich schnelle und wirklich massenwirksame Anhebung des materiellen und kulturellen Wohlstandes ist unmöglich nur durch Genossenschaften im Bereich Verkauf und Versorgung zu erreichen, sondern erfordert auch unbedingt eine Vergenossenschaftung der landwirtschaftlichen Produktion.

Das Bewusstsein, dass das so und nicht anders ist, herrscht nicht nur in Arbeiterkreisen vor, in Milieus, die die marxistische Lehre beherrschen. Das Bewusstsein, dass die Situation so und nicht anders ist, existiert auch bei vielen Bauernfunktionären, die wenig oder nicht viel mit dem Marxismus gemeinsam haben. So lesen wir z. B. in einem Artikel mit dem Titel: „Genossenschaftssachen“ in den „Wici“[1] Nr. 4 vom 26. Januar 1947 (noch vor der Demokratisierung der „Wici“[2]): „Für jeden gründlichen und mutigen Denker war und ist klar, dass eine Landwirtschaft, die sich nur auf Individualbetriebe stützt, nicht weiterkommen kann. Das genossenschaftliche System kann sich nicht nur auf landwirtschaftliche Handelsgenossenschaften, Kredit-, Spar-, Lebensmittel- oder Milchgenossenschaften beschränken. Wir müssen früher oder später diesen gemeinschaftlichen Weg zur Lösung des schwierigsten Problems, der landwirtschaftlichen Produktion selbst, beschreiten.

Eine sachkundige Umgestaltung des Lebens sollte darauf abzielen, die traditionellen Formen des bäuerlichen Besitzes in Gestalt individueller Betriebe zu bewahren und in den durch das jeweilige gesellschaftliche Wohl bestimmten Grenzen zu agieren. Sofern jedoch die moderne Landwirtschaftstechnik öfter den Einsatz teurer Maschinen und Investitionen verlangt, die die Schaffensmöglichkeiten einer einzelnen Familie übersteigen, gibt es keinen anderen Ausweg, als dort, wo es notwendig ist, den Weg des gemeinschaftlichen Handelns zu beschreiten.“

Zweifellos ist es kein leichtes Problem, die beste Form und den besten Bereich für dieses gemeinschaftliche Handeln zu finden, und es wird einige Experimente erfordern.

Wir sind uns völlig klar darüber, dass der Prozess des Übergangs von einer Kleinwaren- zu einer Genossenschaftswirtschaft in den Bereichen Versorgung, Absatz und Produktion, also zu einer Gemeinschaftswirtschaft, weder ein schneller, noch ein leichter Prozess sein wird. Um diesem Prozess zu einem wirklichen Massenprozess zu machen, müssen die folgenden Bedingungen erfüllt werden:

1. Es muss sichergestellt werden, dass unsere staatliche Industrie der Landwirtschaft eine ausreichende Anzahl moderner Maschinen, Traktoren, Autos, Düngemittel, Elektrizität zur Verfügung stellen kann, um eine effektive Bewirtschaftung eines großen Landwirtschaftsbetriebs zu ermöglichen. Ohne ausreichende maschinelle Ausrüstung kann ein wirklich massenhafter Prozess zur Vergenossenschaftung der landwirtschaftlichen Produktion nicht einsetzen. Stellen wir uns eine bäuerliche Genossenschaft vor, die auf dem Wege einer einfachen Zusammenlegung des vorhandenen belebten und unbelebten Inventars stattfindet, das sich in den Händen der einzelnen Genossenschaftsmitglieder befindet, mittlerer und armer Betriebe. Also die einfache Zusammenlegung von Pferdezugkraft, einfacher landwirtschaftlicher Ausrüstung, Pflügen etc. Eine solche Genossenschaft hätte sicher eine gewisse Überlegenheit über Individualbetriebe und würde diesen gegenüber wahrscheinlich einen gewissen Fortschritt darstellen, aber eine solche Genossenschaft würde keinen radikalen Umbruch in der Landwirtschaftstechnik schaffen, in der Produktivität, der Größe der Ernte, im materiellen Lebensniveau ihrer Mitglieder. Ein solcher Umbruch kann nur durch eine massenhafte Genossenschaftsbewegung, die sich auf Basis moderner, von der Industrie bereit gestellter Landwirtschaftsmaschinen entwickelt, erreicht werden. Die entsprechende Befähigung der Industrie zu solchen Lieferungen erfordert jedoch Zeit.

2. Lenin lehrt uns: „Jede Gesellschaftsordnung entsteht nur, wenn sie durch eine bestimmte Klasse finanziell unterstützt wird. Man braucht nicht an jene Hunderte und aber Hunderte Millionen Rubel zu erinnern, die die Geburt des ‚freien’ Kapitalismus kostete.“[3] Die massenhafte Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften, die gleichbedeutend ist mit der Entstehung des neuen Gesellschaftssystems in unseren Dörfern, erfordert ebenfalls finanzielle Unterstützung und zwar große Unterstützung seitens der Volksrepublik. Es ist klar, dass unsere Volksrepublik, absorbiert durch solch eine riesige finanzielle Aufgabe wie den Wiederaufbau der zerstörten Wirtschaft, der zerstörten Städte, den Wiederaufbau und Ausbau der Infrastruktur, der zerstörten Häfen, Industrie etc., nur schrittweise die für die Entwicklung des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens und besonders der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften notwendigen großen Summen sammeln und entsprechend zuwenden kann.

3. Die massenhafte Entwicklung des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens und besonders der Produktionsgenossenschaften erfordert einen großen psychologischen Umbruch bei den Einzelbauern. Dieser Umbruch kann nur dadurch erfolgen, dass die Bauernmassen Erfahrungen sammeln und die Überzeugung gewinnen, dass der Weg des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens der einzig erfolgreiche Weg ist, die Individualwirtschaften vor Ruin und Degradierung zu schützen. Ein solcher psychologischer Umbruch, der sich auf Erfahrungen stützt, erfordert Zeit, genau so wie es Zeit, viel Zeit erfordert, bis die Bauernmassen für sich in praktischer Tätigkeit die für die polnischen Bedingungen besten, passendsten und entsprechendsten Formen landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften gefunden haben werden. Engels hat dies am Ende seines Lebens genial vorausgesehen: „Und wir stehn‘ ja entschieden auf Seite des Kleinbauern; wir werden alles nur irgend Zulässige tun, um sein Los erträglicher zu machen, um ihm den Übergang zur Genossenschaft zu erleichtern, falls er sich dazu entschließt, ja sogar um ihm, falls er diesen Entschluss noch nicht fassen kann, eine verlängerte Bedenkzeit auf seiner Parzelle zu ermöglichen.“[4]

Wir sehen also, dass die Bewusstseinveränderung bei den Bauernmassen ebenso Zeit verlangt, und zwar viel Zeit, wie uns Engels lehrt. Der entsprechende Ausbau der Industrie, das Sammeln großer Finanzmittel, der psychologische Umbruch bei den Bauernmassen, das Sammeln entsprechender Erfahrungen bei ihnen, das Herausarbeiten der entsprechendsten Genossenschaftsformen in der landwirtschaftlichen Produktion durch sie – all das erfordert Zeit, all das erfordert eine langfristige Tätigkeit der Volksregierung, der Arbeiter- und Bauernmassen. Und das ist verständlich. Es geht schließlich um eine große Sache – die massenhafte Entwicklung des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens, die dem Kapitalismus in der Landwirtschaft den Boden entzieht und ihn letztlich beseitigt. Diese massenhafte Entwicklung des Genossenschaftswesens unter den Bedingungen der sich zum Sozialismus hin entwickelnden Volksdemokratie wird zu den grundlegenden Elementen des sozialistischen Systems in der polnischen Landwirtschaft gehören.

Die allseitige und schrittweise Entwicklung des Genossenschaftswesens in den Bereichen Absatz, Versorgung und Produktion, gestützt auf die Entwicklung der Industrie, das Sammeln von Finanzmitteln und die Überzeugung der Massen sowie verbunden mit der Verdrängung und letztendlichen Beseitigung des Kapitalismus – das ist der Weg der Umgestaltung der Kleinhandelslandwirtschaft auf dem Dorf, aber auch in der Stadt, bei den für die Stadt spezifischen Formen, hin zu einer sozialistischen Wirtschaft. So sollten die programmatischen Positionen der Vereinigten Partei formuliert werden. ...

 


[1] 1928–1939 und 1944–1948 in Warschau herausgegebene Zeitschrift, Organ des „Bundes der Landjugend der Republik Polen ‚Wici‘“ (Związek Młodzieży Wiejskiej Rzeczypospolitej Polskiej „Wici”, ZMW RP „Wici“). Im mittelalterlichen Polen bezeichnet der Begriff wici ein Bündel von Weidenruten, das als Zeichen der militärischen Mobilmachung verschickt wurde.

[2] 1948 ging „Bund der Landjugend der Republik Polen ‚Wici‘“ (Związek Młodzieży Wiejskiej Rzeczypospolitej Polskiej „Wici”, ZMW RP „Wici“) im Bund der Polnischen Jugend (Związek Młodzieży Polskiej, ZMP) auf.

[3] Vladimir. I. Lenin: „Über das Genossenschaftswesen“, Januar 1923, in: ders.: Werke, Berlin 1962, Bd. 33: August 1921 - März 1923, S. 453-461.

[4] Friedrich Engels: Die Bauernfrage in Frankreich und Deutschland, in:  Karl Marx/ ders: Werke, Berlin, Bd. 22, 3. Auflage 1972, unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1963, Berlin/ DDR. S. 483-505, hier S. 501.

Quelle
Gospodarka Polski Ludowej. Wybór dokumentów. Część pierwsza: 1944–1956 [Die Wirtschaft Volkspolens. Eine Dokumentenauswahl. Erster Teil: 1944–1956], zusammengest. u. bearb. v. Janusz Kaliński, Irena Kostrowicka. Zbigniew Landau. Warszawa 1973, Dok. 24, S. 123–126. 
Übers.
Matthias Barelkowski 
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Erstellt
30.11.2011 
Zuletzt geändert
30.04.2014 

Es wird empfohlen, die Quellen stets in der Originalsprache zu zitieren.

Rede über die Vorzüge des Genossenschaftswesens, in: Herder-Institut (Hrsg.): Dokumente und Materialien zur ostmitteleuropäischen Geschichte. Themenmodul "Volksrepublik Polen", bearb. von Ingo Eser. URL: https://www.herder-institut.de/resolve/qid/498.html (Zugriff am 14.11.2018)