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20.01.2015
19:30 - 21:30
Vortrag

Ein Jahr Ukraine-Russland-Krise: Europäische Werte, politische Sprache und mentale Kartographien im Stresstest

Dr. Anna Veronika Wendland (Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung - Institut der Leibniz-Gemeinschaft) hält den Vortrag in der Reihe "Leibniz-Lektionen".

Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland im Gefolge der Bürgerrevolte auf dem Kiewer Majdan hat Europa und die Welt in eine tiefe Krise gestürzt. Militärische Aktion, Annexion, Wirtschaftsboykott, Sanktionen, Propagandakrieg: das scheinen die neuen Bezugspunkte des politischen Handelns und der politischen Sprache im östlichen Europa zu sein. Wertegemeinschaften und Bündnisse sind herausgefordert, politische Kontroversen um das richtige Handeln in diesem Konflikt toben auch in Deutschland.  Dr. Anna Veronika Wendland, die seit über zwei Jahrzehnten über die ukrainisch-russischen Beziehungen und die moderne Geschichte der Ukraine forscht, zieht Bilanz und skizziert die Ursachen des Konflikts, der bei uns vor allem als neuer Kalter Krieg und als Konflikt um die Osterweiterung westlicher Wirtschafts- und Militärbündnisse wahrgenommen wird. Wer ihn jedoch wirklich verstehen will, setzt Wendland dagegen, muss nicht nur Einblick in die inneren Verhältnisse Russlands und der Ukraine nehmen, sondern auch die "Karten im Kopf" der Akteure hinterfragen, welche die Wahrnehmung in der Krisensituation bestimmen und handlungsleitend wirksam werden. Nur so können der Situation angemessene Lösungsszenarien entwickelt werden.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungsort

Urania Berlin
An der Urania 17
10787 Berlin

Die „Leibniz-Lektionen“ sind eine Vortragsreihe der Leibniz-Gemeinschaft in Kooperation mit der Urania Berlin.

Ort Urania Berlin