Aktuelle Nachrichten, Termine und Veranstaltungen

27.11.2019
Allgemeine Nachricht

Ostmitteleuropaforschung in Marburg leistet hervorragende Arbeit

Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung - Institut der Leibniz-Gemeinschaft wurde sehr positiv bewertet

Das Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft mit Sitz in Marburg und Außenstelle in Gießen, unterstützt mit seinen umfangreichen Sammlungsbeständen und seiner herausragenden Forschungsbibliothek die historische Erforschung der Regionen und Gesellschaften des östlichen Mitteleuropa. In seiner Stellungnahme hält der Senat der Leibniz-Gemeinschaft fest, dass das Institut seine verschiedenen Aufgaben in der Sammlungsentwicklung, in der Forschung und im Wissenstransfer sehr gut bis exzellent wahrnimmt.

Die digitale Erschließung und Verfügbarmachung der Sammlungen sei seit der letzten Evaluierung deutlich vorangeschritten. Insbesondere bewertet der Senat den Ausbau der informationstechnischen Expertise in den vergangenen Jahren positiv. Dem Institut sei es gelungen, eine überzeugende Digitalisierungsstrategie zu entwickeln und umzusetzen. Die Planungen für den weiteren Ausbau der informationstechnischen Expertise befürwortet der Senat.

Die Forschungsleistungen des Instituts beurteilt der Senat ebenfalls sehr positiv. Er hebt außerdem hervor, dass die umfangreichen Fellowship-Programme eine wichtige Funktion für die internationale Vernetzung im Fachgebiet wahrnehmen.

Der Senat empfiehlt Bund und Ländern, die gemeinsame Förderung des Instituts fortzusetzen.

Das Herder-Institut freut sich, dass die Arbeit der vergangenen Jahre, seine Entwicklungsstrategie und insbesondere seine Anstrengungen für den digitalen Wandel in der Osteuropaforschung eine umfassende Anerkennung erfahren haben.

 

Die Senatsstellungnahme ist im Wortlaut auf den Internetseiten der Leibniz-Gemeinschaft unter www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/evaluierung/ zu finden.

Zum Hintergrund:

Jede Leibniz-Einrichtung wird regelmäßig extern evaluiert, spätestens alle sieben Jahre. International ausgewiesene Sachverständige, die durch schriftliche Unterlagen und bei einem Evaluierungsbesuch informiert werden, bewerten die Leistungen und Strukturen jeder Einrichtung. Die Ergebnisse der Begutachtung werden in einem Bewertungsbericht festgehalten, zu dem das evaluierte Institut Stellung nehmen kann. Auf dieser Grundlage verabschiedet der Senat der Leibniz-Gemeinschaft eine wissenschaftspolitische Stellungnahme, die in der Regel Empfehlungen zur Förderung enthält.