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12.11.2018
Allgemeine Nachricht

Anikó Boros mit dem Sonderpreis „Judentum und Antisemitismus“ der Humboldt-Universität zu Berlin ausgezeichnet

Anikó Boros, Mitglied unserer Herder Institute Research Academy (https://www.herder-institut.de/herder-institute-research-academy.html) wurde für Ihre Dissertation „Die Ermordung ungarischer Juden 1944 in Pusztavám – Zeugenschaft und Erinnerung im transnationalen Kontext“ (Sprach- und literaturwissenschaftlichen Fakultät) mit dem Sonderpreis „Judentum und Antisemitismus“ der Humboldt-Universität zu Berlin ausgezeichnet.

https://www.hu-berlin.de/de/ueberblick/menschen/ehrungen/humboldtpreis/archiv/humboldt-preis-2018/humboldt-preis-2018

Wir gratulieren sehr herzlich !

Die Arbeit wird im Verlag Herder-Institut publiziert.

Die Ermordung ungarischer Juden 1944 in Pusztavám – Zeugenschaft und Erinnerung im transnationalen Kontext
Die Dissertation befasst sich mit dem Pusztavámer Massenmord vom 16. Oktober 1944. In dem hauptsächlich von Ungarndeutschen bewohnten Dorf wurden im Herbst 1944 zwei jüdische Arbeitskompanien stationiert. Nach der Proklamation des Reichverwesers, Miklós Horthy und der Machtübernahme des Pfeilkreuzlers, Ferenc Szálasi wurden über 200 jüdische Arbeitsdienstler am Rande des Dorfes ermordet. Einige Mitglieder der Kompanien konnten in der Nacht vorher fliehen und somit dem Massenmord entkommen. Von ihnen gelang es einigen, die letzten Kriegsmonate zu überleben und ihr Leben u. a. in Israel, der Schweiz, der Tschechoslowakei, Ungarn und den Vereinigten Staaten fortzusetzen.