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18.10.2018
Allgemeine Nachricht

Konflikte in Osteuropa: Wie kann Wissenschaft den politischen und öffentlichen Diskurs schärfen?

Podiumsdiskussion am ZOiS 17. Oktober 2018
Podiumsdiskussion am ZOiS 17. Oktober 2018

Erfolgreiche Podiumsdiskussion am 17.10.2018 in Berlin

Heute, vier Jahre nach der Annexion der Krim hört man auch im Westen immer öfter, dass die Ansprüche Russlands aus historischer Sicht eine gewisse Berechtigung hätten. Das Beispiel Krim zeigt, wie sich durch eine selektive Wahrnehmung von Geschichte falsche Bilder festsetzen können, die auch die politische Wahrnehmung von Konflikten beeinflussen. Auf der anderen Seite kann ein Wandel in der offiziellen Erinnerungspolitik historische Konfliktlinien wiederbeleben, etwa in Polen und der Ukraine, wo neue Gesetze eine bestimmte Sichtweise auf die Geschichte strafbar machen.

Auf dem Podium diskutierten wir über die Rolle von Geschichte und Erinnerung bei der Erforschung von Konflikten in Ost- und Südosteuropa. Wie kann verhindert werden, dass unpassende Konzepte oder auch unzutreffende historische Analogien zur Erklärung lokaler Konflikte herangezogen werden? Wie kann die Einbeziehung lokalen Wissens sichergestellt werden? Wie stark ist die Wahrnehmung von Regionalkonflikten durch Klischees und Stereotypen geprägt? Warum gehen uns die historischen und aktuellen Konflikte in Osteuropa überhaupt an?

Teilnehmende (im Bild v.l.n.r.)
Peter Haslinger, Christian Lübke, Gesine Dornblüth, Ulf Brunnbauer und Gwendolyn Sasse