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17.10.2018
18:00 - 19:30
Termin

Konflikte in Osteuropa: Wie kann Wissenschaft den politischen und öffentlichen Diskurs schärfen?

Podiumsdiskussion Konflikte in Osteuropa 2018
Podiumsdiskussion Konflikte in Osteuropa

Podiumsdiskussion

17. Oktober| 18:00 Uhr | ZOiS |Mohrenstraße 60 |10117 Berlin
Heute, vier Jahre nach der Annexion der Krim hört man auch im Westen immer öfter, dass die Ansprüche Russlands aus historischer Sicht eine gewisse Berechtigung hätten. Das Beispiel Krim zeigt, wie sich durch eine selektive Wahrnehmung von Geschichte falsche Bilder festsetzen können, die auch die politische Wahrnehmung von Konflikten beeinflussen. Auf der anderen Seite kann ein Wandel in der offiziellen Erinnerungspolitik historische Konfliktlinien wiederbeleben, etwa in Polen und der Ukraine, wo neue Gesetze eine bestimmte Sichtweise auf die Geschichte strafbar machen.
Auf dem Podium diskutieren wir über die Rolle von Geschichte und Erinnerung bei der Erforschung von Konflikten in Ost- und Südosteuropa. Wie kann verhindert werden, dass unpassende Konzepte oder auch unzutreffende historische Analogien zur Erklärung lokaler Konflikte herangezogen werden? Wie kann die Einbeziehung lokalen Wissens sichergestellt werden? Wie stark ist die Wahrnehmung von Regionalkonflikten durch Klischees und Stereotypen geprägt? Warum gehen uns die historischen und aktuellen Konflikte in Osteuropa überhaupt an?

mit
Ulf Brunnbauer, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS)
Peter Haslinger, Direktor des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft
Christian Lübke, Direktor des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)
Gwendolyn Sasse, Wissenschaftliche Direktorin des Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS)
Moderation: Gesine Dornblüth (Journalistin)

Ort Berlin