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18.07.2018
Allgemeine Nachricht

Herder‐Institut stärkt zivilgesellschaftliches Engagement / Anerkennung als Einsatzstelle des Bundesfreiwilligendienstes

Herder-Institut Foyer
Ausblick auf Marburg im Foyer des Herder-Instituts

„Wir freuen uns, dass wir künftig neben unserem originären Auftrag als wissenschaftliche Infrastruktureinrichtung auch unser zivilgesellschaftliches Engagement in Marburg weiter ausbauen und stärken können“, so Prof. Dr. Peter Haslinger, Direktor des Herder‐Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung anlässlich der unlängst erfolgten Anerkennung des Instituts als Einsatzstelle des Bundesfreiwilligendienstes.

Das in Nachbarschaft zum Marburger Landgrafenschloss befindliche Herder‐Institut beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte und Kultur Polens, Estlands, Lettlands, Litauens, Tschechiens, der Slowakei und der Region Kaliningrad. Zu den Schwerpunkten der Arbeit zählen transnationale Verflechtungen in der Region und mit weiteren Teilen Europas, außerdem die Geschichte der historischen deutschen Siedlungsgebiete. „Das Institut verfügt über langjährige Erfahrung im Aufbau und Betrieb von Forschungs‐ und Informationsinfrastrukturen, geht neue Wege in der Entwicklung digitaler Wissensangebote und ist mit einer der besten Spezialbibliotheken und seinen umfangreichen wissenschaftlichen Sammlungen die zentrale Anlaufstelle der Ostmitteleuropaforschung in
Deutschland“, erklärt Haslinger weiter.

Als außeruniversitäre Forschungs‐ und Infrastruktureinrichtung der Leibniz‐Gemeinschaft wird das Herder‐Institut mit seinen ca. 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu je 50% vom Bund und den Ländern finanziell gefördert. Die Anerkennung als Einsatzstelle des Bundesfreiwilligendienstes ermöglicht es dem Herder‐Institut künftig bis zu zwei Stellen für so genannte „Bufdis“ einzurichten, wie die Freiwilligen umgangssprachlich genannt werden.

„Die Einrichtung des Bundesfreiwilligendienstes durch die Bundesregierung im Jahr 2011 war der Aussetzung des Wehrdienstes und des damit verbundenen Zivildienstes geschuldet“, führt Dr. Christian Schmidt, Verwaltungsleiter und Vorstandsmitglied des Herder‐Instituts, weiter aus. Anders jedoch als der Zivildienst ermöglicht der Bundesfreiwilligendienst es auch Personen über 27 Jahren unabhängig vom Geschlecht sich in sozialen, ökologischen und kulturellen Bereichen zu engagieren, es besteht Sozialversicherungspflicht und eine Vergütung analog zu den Jugendfreiwilligendiensten. Die Dienstzeit beträgt in der Regel 12 Monate. Christian Schmidt: „Die Anerkennung als Einsatzstelle bietet uns die Gelegenheit beispielsweise sowohl junge Menschen in der Phase beruflicher Orientierung als auch Menschen im fortgeschrittenen Alter nach Ende des eigentlichen Arbeits‐ und Erwerbslebens im Sinne des Allgemeinwohls intensiv in Auftrag und Aufgabe des Instituts einzubeziehen.“

Das Herder‐Institut plant künftig die „Bufdis“ u.a. im Bereich der Unterstützung von Tagungen und wissenschaftlichen Veranstaltungen, in der Betreuung von Besuchern und der Liegenschaft des Instituts sowie zur Mithilfe im Bibliotheksdienst und seinen wissenschaftlichen Sammlungen einzusetzen. „Wir freuen uns auf spannende Persönlichkeiten und bieten spannende Aufgaben“, so Haslinger und Schmidt abschließend.

Weitere Informationen:
Herder‐Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz‐Gemeinschaft
www.herder‐institut.de
Bundesfreiwilligendienst
www.bundesfreiwilligendienst.de