Aktuelle Nachrichten, Termine und Veranstaltungen

12.04.2018 - 13.04.2018
Tagung

Bilder und Sprachen von Not, Gewalt und Mobilisierung. Das östliche Europa nach 1918 in medialen Repräsentationen

Teil 1 "Der Nachkrieg"

Der doppelte Waffenstillstand zwischen den Mittelmächten und Russland und der Ukraine im Februar/März 1918 (Brest‐Litowsk) sowie im November 1918 zwischen der Entente und den Mittelmächten beendete zwar formell den Ersten Weltkrieg. Die Gewalt lebte aber in vielen Regionen des östlichen Europa fort, wie in Grenz‐ und Bürgerkriegen oder infolge von paramilitärischer Gewalt. Begleitet war dies von sozialem Elend sowie einer oft schwierigen Transformation staatlicher Strukturen und ökonomischer Beziehungen. Nach wie vor ist offen, wie stark die Gewalt‐ und Destabilisierungserfahrungen der unmittelbaren Nachkriegszeit die neue politische und gesellschaftliche Ordnung in der östlichen Hälfte des europäischen Kontinents prägten.
Erst ansatzweise ist untersucht, welche Rolle in diesem Rahmen Massenmedien bei der Vergemeinschaftung und Dramatisierung von Gewalt‐ und Umbruchserfahrungen spielten. Vor dem Hintergrund der Gegnerstereotypen der Kriegspropaganda und neuer medialer Aussageformen soll die Doppeltagung daher untersuchen, wie (Sprach‐)Bilder von Not und Elend, Gewalt und Krise produziert, verbreitet und beantwortet wurden. Es soll danach gefragt werden, welche Dynamiken von einzelnen Medienereignissen (wie z. B. Schlachten, Attentaten, sozialen Unruhen, Pogromen und ethnischen Konflikten, Demonstrationen oder galoppierender Inflation) ausgingen und welche transnationalen Rezeptions‐ und Reaktionsmuster charakteristisch waren.

Veranstalter
Leibniz‐Institut für Ost‐ und Südosteuropaforschung, IOS (Regensburg)
Herder‐Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz‐Gemeinschaft
(Marburg)
Collegium Carolinum (München)
In Kooperation
mit der Bayerischen Staatsbibliothek (München)

Ort Regensburg