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Forschungsdaten des Projekts "Das ukrainische Polesien als Nuklearlandschaft, 1965–2015"



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Titel des Bestands

Forschungsdaten des Projekts "Das ukrainische Polesien als Nuklearlandschaft und die Transformationen lokaler Identitäten, 1965–2015"

Beschreibung des Bestands

Der Bestand schließt digitale Daten ein, vornehmlich digitale Interviewaufnahmen mit 34 Interviewpartnerinnen und -partnern, deren Transkriptionen sowie ca. 70 Fotografien, die im Zeitraum 2015–2018 in der Tschernobyl-Sperrzone, in Kyiv, Varaš, Netišyn, in den sie umgebenden Regionen, in Berlin und Paris angefertigt wurden. Das Projekt untersuchte die Geschichte des ukrainischen Polesiens als Interventionsgeschichte im Kontext der (post-)sowjetischen Atomwirtschaft. In den 1970er–1980er Jahren entstanden dort drei Kernkraftwerke mit der dazugehörigen Infrastruktur: Tschernobyl, Rivne und Chmelnyckyj. Damit hielt die „Atomstadt“ (atomograd) als urbane Kommune neuen Typs Einzug in das Sumpfgebiet. Das Projekt beschreibt die neuartigen Beziehungen, die dadurch entstanden sind, und die Transformation lokaler Identitäten. Die Untersuchung stützt sich auf Interviews mit Expertinnen und Experten sowie mit Zeitzeugen aus den Atomstädten und ihrer ruralen Umgebung sowie auf visuelle Quellen, museale Darstellungen, die lokale Presse und „graue Literatur“.

Enthaltene Materialien / Recherche

Materialien

Audiodateien
Audiovisuelle Medien
Digitale Fotografien

Recherche online

Beschreibungen übergeordneter Bestände

Recherche vor Ort

Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft
ISIL: DE-2718

Gisonenweg 5-7
35037 Marburg
Website

Wissenschaftsforum
ISIL: DE-2542

Website
Team
Öffnungszeiten:
Mo–Do 9:30–16:00 Uhr


Einordnung

Erwähnte/dargestellte Regionen

ChmelnizkijKiewParisPerejaslaw-Chmelnyzkyj (Region)PolesjeRiwneRowno (Region)SowjetunionTschernobylTschernobyl (Region)UkraineUkrainische Sozialistische Sowjetrepublik...

Themen

Neuzeit...

Erwähnte/dargestellte Zeit

1965–2015

Klassifikation

Ethnologie/Hist. AnthropologieIdentitätskonstruktionRaumgeschichte, Geografie...

Sprachen

DeutschRussischUkrainisch...

Bestandsgeschichte

Die Daten wurden im Rahmen des 2015–2018 laufenden Projektes „Das ukrainische Polesien als Nuklearlandschaft und die Transformationen lokaler Identitäten“ durch Dr. Svetlana Boltovska erzeugt. Das Projekt lief unter der Leitung von Dr. Anna Veronika Wendland und wurde am Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung im Rahmen des durch die Leibniz-Gemeinschaft geförderten Verbundprojekts „Polesien als Interventionslandschaft. Raum, Herrschaft, Technologie und Ökologie an der europäischen Peripherie 1915–2015“ durchgeführt. Projektpartner waren Prof. Dr. Thomas Bohn, Professur für Geschichte Osteuropas an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Prof. Dr. Claudia Kraft, Professur für europäische Zeitgeschichte an der Universität Siegen. Die Projektkoordination hatte Dr. Silke Fengler. Insgesamt wurden Interviews mit 20 Personen zum Standort des KKW Tschernobyl, 21 zum Standort des KKW Rivne und 16 zum Standort des KKW Chemlnickij durchgeführt. Die Auswahlkriterien für die Interviews der 34 Personen dieser Sammlung waren Relevanz und Wichtigkeit der Interviewinhalte und der Biografie der Interviewten für das Thema der Studie sowie die Vollständigkeit und Qualität der Daten. Alle Personen wurden zum Beginn des Interviews über das Projekt mündlich informiert, die meisten von ihnen gaben ihre schriftliche Einwilligung zur Archivierung und Weiternutzung der Daten. Einige wünschten, dass ihre Daten anonymisiert werden. In diesen Fällen wurde auf das Archivieren der Fotografien verzichtet. Die Audiodateien im MP3-Format wurden von mehreren Personen an der Kyiver Mohyla-Akademie transkribiert (Leitung der Transkription: Olena Andreeva) und am Herder-Institut schriftlich verfasst. Der hier beschriebenen Forschungsdaten dienten als Beispieldaten zur Einführung eines Forschungsdatenmanagements am Herder-Institut.

Entstehung der Materialien

Zeit: 2015-2018
Ort/Gebiet: Ukraine
Urheber/in: Boltovska, Svetlana +

Bestandsbildung: Forschungsdaten

Zeit: 2015-2018
Ort/Gebiet: Ukraine
Wissenschaftler/in: Boltovska, Svetlana +
Projektleiter/in: Wendland, Anna Veronika +
Koordinator/in: Fengler, Silke +

Kontextmaterial

Projekte

Polesien als Interventionslandschaft. Raum, Herrschaft, Technologie und Ökologie an der europäischen Peripherie 1915–2015   Website

Das ukrainische Polesien als Nuklearlandschaft und die Transformationen lokaler Identitäten, 1965–2015   Website

Informationen zum vorliegenden Datensatz

ID: DE-2718/HI000013
Datensatztyp: Objektgruppe/Bestand
Listentitel: Forschungsdaten des Projekts "Das ukrainische Polesien als Nuklearlandschaft, 1965–2015"
Titel: Forschungsdaten des Projekts "Das ukrainische Polesien als Nuklearlandschaft und die Transformationen lokaler Identitäten, 1965–2015"
Kurztitel: Forschungsdaten "Polesien als Nuklearlandschaft"
Abteilung/Arbeitsbereich: Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, Abteilung Wissenschaftsforum [ISIL: DE-2542]  +
Quelle/Rechte: Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft [ISIL: DE-2718]  +
Titelbild: Marija Šuryberko, Bemalte Hauswand, Sopačiv, Gebiet Rivne, Ukraine, Foto: Svetlana Boltovska, 2016, Nutzungsrechte: Herder-Institut, Marburg
Autor/in: Boltovska, Svetlana
Autor/in: Bracht, Johannes
Redaktion: Bracht, Johannes
Exportdatum: 2019-03-05

Highlights – ohne Link

Portrait der Interviewpartnerin Vita Bazan, Netišyn. Im Hintergrund ein Graffiti "Atomamonty" von Oksana Chepelyk und Garage Gang, Foto: Diana Sulima, 2017, Nutzungsrechte: Herder-Institut, Marburg
Ikone im Haus einer Interviewpartnerin in Netišyn, Foto: Svetlana Boltovska, 2017, Nutzungsrechte: Herder-Institut, Marburg
Portrait des Interviewpartners Jakov Salobaj, Stara Rafalivka, Foto: Svetlana Boltovska, 2017, Nutzungsrechte: Herder-Institut, Marburg