Herder Institute Research Academy (HIRA)

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Peter Haslinger, PD Dr. Heidi Hein-Kircher, Dr. Anna Veronika Wendland

Koordination: Jana Gleich M.A.

Kooperationspartner: International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo)

Die Herder-Institute Research Academy (HIRA)  bildet seit 2018 den  Kern der strukturierten Nachwuchs- und Karriereförderung am Herder-Institut. Sie  setzt die Arbeit der Leibniz Graduate School „Geschichte, Wissen, Medien in Ostmitteleuropa“ (2010-2017) mit einem Schwerpunkt in den digitalen Geisteswissenschaften fort. Auf diesem Gebiet wurden 2017 drei Postdoc-Stellen neu besetzt. 

Die HIRA umfasst interne und externe Mitglieder. HIRA-Mitglieder können sich von jeder Universität in Deutschland mit einschlägigen Promotiosprojekten bewerben. Die Mitgliedschaft bietet besondere Konditionen zur Nutzung der Bestände und Dienstleistungen des Instituts, vergünstigte Konditionen zur Publikation im Verlag  Herder-Institut und die Möglichkeit einer Teilnahme an Austauschprogrammen des Herder-Instituts. Alle Mitglieder haben die Möglichkeit, ihr Projekt mindestens einmal jährlich zu präsen¬tieren. Für Reise¬kosten zum und vom Herder-Institut stehen maximal 300 € pro Jahr und Mitglied zur Verfügung.

Die HIRA widmet sich

  • der Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und  mit praktischen Qualifizierungsperspektiven
  • Forschungen und Forschungsinfrastrukturen zur Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas
  • Theorie- und Methodendiskussionen in den Geschichts-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften

Das Programm der HIRA

  • ist modular aufgebaut 
  • unterscheidet sich durch eine spezifische praxisnahe Karriereförderung und gezieltes Coaching von klassischen Graduiertenkollegs
  • bietet hierfür spezielle Veranstaltungs- und Fortbildungsformate 
  • fördert einzelne Forschungs- oder Forschungsinfrastruktur-Vorhaben,
  • ermöglicht eine Diskussion von Theorien  und Methoden in Zusammenarbeit mit den universitären Partnern
  • bietet Möglichkeiten zu einer  zusätzlichen Qualifizierung für wissenschaftsnahe Berufsfelder

Die HIRA bietet

  • strukturierte Einblicke in außeruniversitäre Arbeitsbereiche
  • Kompetenzen für das wissenschaftliche Arbeiten (Publizieren, Karriereplanung, Net-working, Vortrags- und Bewerbungscoaching, Wissen¬schafts- und Drittmittelmanagement)
  • Möglichkeiten zur Vernetzung

 

 

PostDoc-Projekte:

"Sorbische Lausitz" - (T)Räume einer nationalen Minderheit von 1918 bis heute

Dr. Jana Piňosová
Institution: Sorbisches Institut in Bautzen

Describe and Govern. Statistics and State Building in the Composite Habsburg States, ca. 1770-1867

Dr. Zsuzsanna Török
Research Interests: the sciences of the state and statistics, state building in the Habsburg Monarchy -circulation of knowledge, intellectual milieus, nationalism and entangled histories in (East-) Central Europe over the ‘long’ nineteenth century
Institution: Universität Wien, Lise Meitner Fellow (FWF)

Die Wohnungsfrage in Ost und West. Wohnungspolitik, Architekten und experimentelle Wohnsiedlungen in Ungarn und in der BRD 1948-1960

Dr. Márkus Keller (Budapest)

Promotionsprojekte:

Politisches Denken und räumliche Praxis. Eine Beziehungsgeschichte der bayerischen und tschechischen Raumpolitik im 20. Jahrhundert

Patrick Reitinger M.A.
Institution: Otto-Friedrich-Universität Bamberg

"Das große Fragezeichen der Ostgrenze“ – Raumaneignung und Rauminterpretation in der Grenzmark Posen-Westpreußen (1918/22-1938)

Johanna Bichlmaier M.A.
Institution: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Massenmord, Flucht und Vertreibung im Gedächtnis

Dr. des. Anikó Boros

Wissen im Untergrund. Polnische Universitäten im Zweiten Weltkrieg

Dr. des. Friedrich Cain
Institution: Max-Weber-Kolleg (Universität Erfurt)

Jüdisch-Polnische Kontaktzonen der Zwischenkriegszeit in Wilna

Maria Coors M.A.
Institution: International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC), Justus-Liebig-Universität Gießen

Statistische Konstruktionen des Deutschtums im Osten 1860-1945

Philipp Kröger M.A.
Institution: Universität Augsburg

Polens kritische Theoretiker? Verflechtung von Erkenntnis und Ästhetik in den Schriften der polnischen Avantgarden und der Frankfurter Schule

Christoph Maisch M.A.
Institution: Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, Kulturwissenschaftliche Fakultät

Knowledge as Propaganda? Radio Free Europe’s Production and (Transatlantic) Circulation of Cold War Knowledge (1950-1971)

Simon Ottersbach M.A.
Institution: International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC), Justus-Liebig-Universität Gießen

Reflections on Continuity in Polish Intellectual Discussions after the Second World War (1945 - 1956)

Aleksei Lokhmatov M.A.
Institution: a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne (Universität zu Köln)

Die imperiale Abgrenzung der Ukraine. Die Ševčenko-Gesellschaft der Wissenschaften und die Konstruktion von „Land und Volk“

Martin Rohde M.A.
Institution: Universität Innsbruck, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie

Biographische Annäherungen an Transnationalität, Expertentum und Geschlechterordnungen in der Wissenschaft: Die polnische Psychologin und Pädagogin Józefa Joteyko (1866-1928) zwischen Belgien und Polen

Sophie Schwarzmaier M.A.
Institution: Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, Kulturwissenschaftliche Fakultät

Kirchenkarrieren preußischer Bürgersöhne im Spätmittelalter

Remigius Stachowiak M.A.
Institution: Freie Universität Berlin, Friedrich-Meinecke-Institut, Mittelalterliche Geschichte mit dem Schwerpunkt Hoch- und Spätmittelalter, Arbeitsbereich Prof. Dr. M. Thumser

Argument und Strategie im Rigaer Erzbistum (1480-1483)

Jaron Sternheim M.A.
Institution: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Graduiertenschule Humanities

Der kranke Rand des Reiches: Sozialhygiene, Moral und Nation in der Provinz Posen um die Jahrhundertwende

Dr. des. Justyna A. Turkowska (Edinburgh)

Ehemalige Qualifikationsprojekte: