Digitalisierung und Dokumentation des Niederschlesischen Bildarchivs (NBA)

Zeichnung (Aufrisse) von Schloss Wohnwitz, Sammlung NBA, Inv.-Nr. 77647

Leitung: Dr. Dietmar Popp
Bearbeiter/innen: Dr. Elke Bauer, Kamila Bojarska, Sławomir Brzezicki M.A., Christina Gorol M.A., Oliver-Frank Hornig, Claudia Junghänel, Dominika Piotrowska M.A., Thomas Urban M.A.
In Kooperation mit dem Kunstinstitut der Polnischen Akademie der Wissenschaften Warschau (Instytut Sztuki PAN), Jan Przypkowski M.A.

Zum Bestand in der Datenbank

Das von der Leibniz Gemeinschaft aus den Mittel des Pakts für Innovation und Forschung für drei Jahre (2007-2009) finanzierte deutsch-polnische Kooperationsprojekt zur Erschließung und virtuellen Zusammenführung der Bildmaterialien des ehem. Preußischen Provinzialkonservators von Niederschlesien zielt auf ein umfassenderes „Online-Informationssystem Kunstdenkmäler in Polen“. Gegenstand des Pilotprojekts ist das sogen. Niederschlesische Bildarchiv (NBA), die Foto- und Plansammlung zur schlesischen Kunst und Architektur, die seit 1891 im Rahmen der Arbeit der schlesischen Denkmalpflege aus älteren und zeitgenössischen Bildmaterialien aufgebaut und am Ende bzw. im Gefolge des Zweiten Weltkriegs zerstreut wurde. Heute sind die grob geschätzt 30.000 Einheiten auf mehrere Einrichtungen in Deutschland und Polen verteilt (Herder-Institut Marburg, Instytut Sztuki PAN Warszawa, Archiwum Państwowe we Wrocławiu u.a.).

Ziele sind zunächst die gemeinsame zweisprachige Dokumentation und Digitalisierung, die virtuelle Zusammenführung und die weltweite Bereitstellung in einer Online-Bilddatenbank. Davon ausgehend soll eine umfassende und vielseitig anwendbare Infrastruktur für die kooperative internationale Kunstdenkmäler-Dokumentation, ein gemeinsam von Deutschen und Polen betreutes Portal entstehen. Vorgesehen ist weiterhin die Verknüpfung mit den Arbeiten an den Bänden zum „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen“, die auf der Basis einer zentralen Objektdatenbank erstellt werden, so dass aus der Bilddatenbank ein Fachinformationssystem und aus den gedruckten Dehio-Handbüchern ein illustrierter, recherchierbarer „virtueller Dehio“ entstehen kann.

Das Projekt umfasst mehrere Etappen und parallel laufende Arbeitsschritte:

  • Scannen von Negativen, Fotos und Planmaterialien und digitale Bildbearbeitung im HI und IS PAN;
  • Grunderfassung der Bildmaterialien jeweils im HI und IS PAN;
  • Abgleichen und Ergänzen der an den verschiedenen Orten erstellten Scans und Dokumentationen;
  • Aufbereitung der Objektdatenbank aus dem Dehio-Handbuch-Projekt und Vorbereitung der Objektstammdatensätze (Bau- und Kunstwerke) sowie der Ortsstammdatensätze (Geodaten);
  • tiefergehende wissenschaftliche Dokumentation der Bildmaterialien wie der Objekte;
  • Neulagerung der Planmaterialien und Negative;
  • Recherchen zum historischen Kontext der Sammlung des Provinzialkonservator (Kooperation mit G. Grajewski, ROBiDZ Wrocław);
  • Zusammenführung der Datenbanken aus den in Polen und Deutschland bearbeiteten Teilen (parallel zur Bearbeitung) und Aufbau des Online-Informationssystems auf dem Server des HI.