DAAD-Netzwerk „Kulturelle Kontakt- und Konfliktzonen im östlichen Europa“

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Projekt-Flyer

Projektleitung: Prof. Dr. Peter Haslinger, Prof. Dr. Monika Wingender

Koordination: Dr. Nazarii Gutsul

Projektförderung: DAAD, BMBF im Rahmen des Programms „Strategische Partnerschaften und Thematische Netzwerke“

Federführung: Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo)

Kooperationspartner: Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung - Institut der Leibniz-Gemeinschaft (HI), Marburg

Weitere kooperierende Zentren an der JLU Gießen: International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC), Arbeitsstelle Holocaustliteratur, Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI)

Laufzeit: 04/2013 - 12/2016

Seit April 2013 ist das Herder-Institut Partner im thematischen Netzwerk „Kulturelle Kontakt- und Konfliktzonen im östlichen Europa“, das von der Universität Gießen koordiniert wird. Das Netzwerk ist Teil der DAAD-Strategien zur Förderung von Internationalisierung in der Hochschullandschaft. Es vernetzt das HI und die JLU Gießen mit fünf Hochschulen im östlichen Europa und baut dabei auf bereits bestehende Kooperationsvereinbarungen sowie Partnerschaften auf. Neben dem Herder-Institut und der Universität Gießen sind die Universitäten in Almaty (Kasachstan), Minsk (Belarus), Łódź (Polen), Kazan‘ (Russische Föderation) und Cluj-Napoca (Rumänien) beteiligt. In diesen Regionen und urbanen Zentren stehen kulturelle Pluralität und damit verbundene Kontakt- und Konfliktszenarien sowohl im wissenschaftlichen als auch politisch-kulturellen Interesse. Dabei werden nicht nur aktuell existierende ethnisch-sprachliche, konfessionelle oder kulturelle Kontakt- und Konfliktzonen betrachtet, sondern auch solche, die in der Erinnerungs- und Identitätspolitik bzw. in historisch-literarischer Reflektion aufrechterhalten werden und dadurch gesellschaftliche Relevanz erfahren. Allen Partnern ist gemein, dass sie über thematische Schwerpunkte im Bereich Regionalismus- und Urbanismusforschung, Imperien- und Nationalismusforschung, Multilingualismus- und Sprachkontaktforschung zu verfügen. Durch die für vier Jahre angelegte Netzwerkarbeit sollen weitere Synergieeffekte geschaffen werden. Forschungsziele sind die kommunikative Vernetzung von Nachwuchswissenschaftler/innen, die gemeinsame Reflexion methodischer Vorgehensweisen und leitender theoretischer Konzepte sowie die gemeinsame Entwicklung von Modellen und Theorien zur Beschreibung von Kontakt- und Konfliktszenarien.

Wichtiges Instrument der Netzwerkarbeit ist die Förderung von Mobilität unter Nachwuchs-wissenschaftler/innen und gleichzeitig der Ausbau eines multilateralen thematischen Netz-werks. Jedes Jahr bestehen Mobilitätskapazitäten, um Doktorand/innen und Dozent/innen aus den Partneruniversitäten nach Marburg und Gießen einzuladen und gleichzeitig aber auch Wissenschaftler/innen aus Mittelhessen nach Polen, Russland, Kasachstan und Rumänien zu entsenden.

Längerfristig wird ein trinationaler Studiengang mit den Partnern im östlichen Europa in den Sprach-, Literatur- und Geschichtswissenschaften für Master-Studierende aufgebaut sowie eine internationale Graduiertenschule für Promovierende etabliert werden.

Weitere Informationen zum Projekt:

Pressemitteilung der JLU, 3.7.2013: http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=537893