Kurland Property Records

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Bauer404

Grenzziehung zwischen Lexten und dem Komtur von Goldingen. Grenzziehung bei Virginare. o. O., [1526](?)
Grenzbegehung Text nach A. Bauers Abschrift von Kopie des 16. Jahrhunderts (B).
Überlieferung:
aus B: Kop., 16. Jh
Material: Pap.
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De scheidinge twischen Lexden [Lexten 4 km sw Zirau. Wie sich schon aus der Gegenüberstellung zwischen Lexten und dem Goldinger Komtureigebiet ergibt, gehörte Lexten im 16. Jahrhundert zum Stift Kurland, vgl. Ortslexikon.] und dem cumpthur tho Goldingen. Item antohevende eine mile weges van Upsseden [Upseden 13 km ssö der Durbemündung in die Ostsee], dar de Attuppe flut in de Borckuppe
demsufftigen siepe Attuppen fort up to folgen dorch ein gebrockde bett an eine bruggen, gelegen ahn einer heide
vort van der bruggen dat siep up to gande dorch ein gebrockde bet ahn einen bom, mit einem crutze geteikent
van dem bom up to gande bet ahn einen andern bom mit einem crutze
van dem bom noch up to gande bet ahn einen bom, de becrutziget iss
van dem bome fort tho gande bett ahn ein siep, genandt Ilmade
fort de Ilmade af to gande bett ahn ein gebrockde, genant Nedderpurwe
fort van dem gebrockde recht uth tho gande bett ahn de ander Ilmade
fort der Ilmade to folgen jegen den strom bett ahn eine kule
van der kulen fort tho gande noch wente ahn eine andere kule
van der kulen fort to gande wente ahn de Wattuppe
de Wattuppe fort dale to gande bett ahn eine beke, genant de Durbe [Durbe, Fluß, mündet bei Paulshafen in die Ostsee], dar de schedinge ein ende heft. De schedinge by Virginare [Virginahlen 21 km wsw Hasenpoth. Da die Grenzscheidung weiter unten als zwischen dem Land (!) Virginahlen und Bebben genauer definiert wird, muß das Land Virginahlen die bischöfliche Besitzseite bezeichnen und das südlich davon gelegene Bebben die Ordensseite. Möglicherweise sind der Ort Virginahlen und das Besitzrecht daran hiervon zu unterscheiden. Vgl. Ortslexikon.] . Item int erste antogande ahn ein brok, dat geheiten iss dat Bolenbrock, dat gelegen iss twischen dem lande Virginare und to hier überflüssig B Bebben [Bebben 23 km nnö Libau. Laut Ortslexikon zum Vogteigebiet Grobin gehörig. Prüfen, ob Bebben sonst zu Grobin oder möglicherweise zu Goldingen gezählt wird, was von der Lage her nicht unmöglich scheint.]
dat brok recht dal to gande von creutzen to creutzen bett ahn den wech, de dar geheten iss de Lexeden wech [Weg nach Lexten 4 km sw Zirau], dar eine kule gegraven iss
demselven wech fort dar vor to gande bet ahn ein ander brok, dat dar geheten iss dat Semaiken brock
van dem broke fort dal tho gande bet ahn einen wech, de dar geheten iss de Duuenelcksche wech [Weg nach Dubenalken 17 km wsw Hasenpoth], darover eine kule gegraven iss
den wech fort recht dahl to gande bett ahn ein brock, dat Daysche brok [Daidsen 2 km ssw Dubenalken] [genant]
van dem broke fort recht dal to gande bett ahn ein siep
demsulvigen siep to folgen bett ahn den wech, der de scheidinge iss twischen Virgenare und Bebben.(?)
comment
pressureDas Stücke dürfte nach Bauer 406 von 1526 Aug. 29 zu datieren sein, da die unter diesem Datum niedergeschriebene Aussage des Ältesten von Lexten vermutlich in die Grenzziehung einging. Textgrundlage ist A. Bauers Abschrift von B.