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erg1065

OM. Gotthard [Kettler] beurkundet, von dem Ordensrat Gert Nolle 4000 Taler für zwei Jahre ohne Rente zu leihen, die dieser in Deutschland erlegen will. Er setzt dafür 20 Gesinde im Gebiet Windau zum Pfand, die Nolle einnehmen darf, wenn die 4000 Taler innerhalb der zwei Jahre nicht zurückerstattet werden. Dünamünde, [15]60 Aug. 11
Pfandurkunde
Überlieferung:
aus B: Konzept
Material: Pap.
Archiv: Stockholm RA, Livonica I vol. 4
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Godhart etc. Bezeugen hiemit etc., nachdem uns der achtbar und ernvest, unser rhat und lieber getrewer Gertt Nolle inn itzigen unsern hohen kriegsbeschwerden viertausent taler zwei jhar lang von dato ahn sonder renthe guttlich zu lehnen und inn Teutzschland, da wir es hinbegert, zu erlegen versprochen, als haben wir ihm dagegen zu einem gewissen waren unterpfandt gesetzt und verschrieben, wie wir im denn hiemit setzen und verschreiben erstlich 4 gesinde, unter dem alten cumpther zur Window [Adrian Torck, 1545-1560 Komtur von Windau, 1566 Mai 7 alter Komtur von Windau, vgl. Fenske/Militzer Nr. 879.] an beiden seitten der Hasoschen beck [Hasau, Fluß, mündet bei Hasau in die Ostsee] belegen, zwei die Sabeck, das dritte Sedeck und das letzte Matheck genenth
darnach 16 gesinde, auch im gebiet Window unter her Jasper von Munster [Jasper von Munster, 1551-1556 Landmarschall, 1556 abgesetzt, ging nach Preußen, Polen und ins Deutsche Reich, kehrte 1561 nach Livland zurück, vgl. Fenske/Militzer Nr. 604. OM. Gotthard Kettler übergab ihm 1560 Juni 22 das Gebiet Windau und die Anwartschaft auf das nächste ledig werdende Gebiet (Schirren S. 63 Nr. 932 nach heute nicht mehr feststellbarem Konzept in Stockholm RA), ohne daß recht klar würde, was für eine Art Übergabe an den alten Landmarschall hier vorlag. Vgl. Stockholm RA, Livonica I vol. 4 de dato Kandau 1561 Jan. 23: OM. Kettler an den Hauptmann von Windau: Er möge das Haus, auf welches ihn der alte Landmarschall Caspar [!] von Munster als Hauptmann gesetzt, vor Schaden bewahren. Der Meister formuliert in dem Schreiben, er habe dem alten Landmarschall Haus und Gebiet Windau "eingethan".] inn nachfolgenden dörffern zu Seken, Bissen [wohl Sissen 13 km ssw Pilten], Ragen und Kapseden belegen, unter welchen 5 oder 6 einfötling sein sollen
solche 20 gesinde, da ihm innerhalb zweier jhar die obberurte summa der 4tausent thaler nicht wiederlegt wurde, alsdann einzunhemen, zu besitzen und fur die renthe zu gebrauchen, bis der meiste pfenning mit dem letzsten auskommen, on jemands wiederrede. Und da sich gedachter her Jasper von Munster solches gesetzten unterpfands wegern oder beschw[ern] wurde, versprechen wir uns hie[mit]% beschädigter Rand, andere 16 gesinde obgerurterm Ger[t]% beschädigter Rand Nollen an die stedt, wo im die g[e]legen sein mugen, uberweisen zu lassen, jedoch die obbemelten 4 gesinde unter dem alten hern cumpther ihm, Nollen, vorbeheltlich. Des haben wir uns auch versprochen, wann es erweist wird, das die vielbemelt summa inn Teudschland zu unserm besten erlegt ist, vielgerurtem Gert Nollen 1000%1000 nachträglich in dafür offengelassene Lücke im Text gesetzt taler vorab zu [er]legen, dem itzgedachten und gesetzten unterpfand unabbruchllich. In urkund haben wir unser insegel ufgedruckt. Geben zu Dunamundt sontags nach Laurentzi anno LX.(?)
comment
pressureVgl. den Pfandbrief für Erhard (!) Nolde über 16000 Mark Rigisch von 1560 Febr. 23 (Erg. 531).