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erg0077

OM. Wolter von Plettenberg belehnt Hermann Dumpian und seine Erben mit einem Stück Landes im Amt und Kirchspiel Kandau in beschriebenen Grenzen, 2 Haken Landes zwischen Ansen und Lettendorf, jeweils 3 Haken Landes in Ansen und am Pelzicken-Bach, 2 Haken Landes in der Feldmark zu Ligen sowie mehreren Heuschlägen, alles zu Lehngutsrecht. Tuckum, 1498 Okt. 22
Lehnsurkunde Text nach E. v. Fircks, Neue Kurländische Güter-Chroniken, Mitau 1900-1905, Beil. Nr. 39, dort nach Kopie von ca. 1600.
Überlieferung:
B: Kop., um 1600
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Wie broder Woltter van Plettenberch, meyster tho Liefflandt Dutsches ordens, doen kundt, bekennen und betugenn inn und over mitt dieseme unseme openn vorsegeldenn breve, datt wie mitt rade, willen und vulborde unser ersamen medegebedigere Hermann Dumpiatenn und all sinenn rechtenn wahrenn ervenn gegevenn und vorlehnett hebbenn so als wy inn krafft und macht dusses breves gevenn und vorlehnenn ein stuck landes, so alß da im ampte und kerspele tho Kandow und inn dieser nageschrevenn schedienge belegenn is: intt erste Grenze zur Sillenn antohevende ann der bruggenn, de aver de Jurgensbecke geith na Riga, und de becke däell tho gaende bedt ann einenn eeckennböem, mitt einem crutze getekentt, dar eine kule ys
vann der kulenn stracks up tho gande up den Rigischenn wech
dem wege tho volgende beth ann eyne kulenn, da dar licht up der rechtern handt
vann der kulenn stracks [tho gaende] over de heyde vann kulenn tho kulenn und vann crutzen tho crutzen beth ann einenn borne
vann dem borne beth inn de Sellegersche becke
der becke up tho volgende beth ann ein siep, dar eine kule is
vann der kulenn dem grunde up tho volgende vann kulenn tho kulenn und crutzenn tho crutzenn beth in de Donnauwesche becke
der Donnauweschen becke däel tho gande bith inn de Jurgensche becke bith ann de vorbenömedenn brugge, dar sick de erst schedinge erstenn anhevett. Item 2 Haken Landes zwischen Hansen und Lettendorp noch so gevenn und vorlehnen wye dem gedachtenn Hermann Dumpiate[n] und synenn ervenn twe hacken landes geleg]enn tusschen Ansen und Lettendorp mitt kulenn getekenntt umbher bieth an de Wettebecke
de Wiettebecke da"el tho gaende bith ann eine kule
und eyn stuck landes van teyn löp sades achter deme Behrwolde#behrwolde umbher mit pener, und dann de hoyschlege up datt olde bith tor schedinge, de to der Waßgesee horenn. Dartho 3 Haken Landes zu Hansen gevenn und vorlehnenn wie eme und synenn ervenn vorgeschrevenn dre"e hackenn landes belegenn inn deme felde to Hansen an ackertha"el und dre"e hacken 3 Haken Landes zu Pelsken landes belegen by der Pelßgenbecke in ehrer schedinge: intt erste anthohevende ann der Pelßgenbecke, dar eine ecke steitt, mitt einem crutze geteckentt, dar eine kule by is
vann der kulenn vort to ga"ende dorch ein groth bro"i{}ck, dar ein kule is
vann der kulen vort tho gaende dorch ein broick, dar ein siep is
deme siep da"el tho volgende inn de Pelßgenbecke
der becke wedder up tho volgende bith ann den vorbenömeden bo"em, dar sick de schedinge mitt der kulenn erstenn anhewett. Item 2 Haken Landes zu Liegen, darum de howesfelder seinn. dartho so gevenn und vorlehnen wy obgemeltenn Hermann Dumpiatenn und all sinenn rechtenn wahrenn ervenn vorgesachtenn twe hackenn landes inn der veltmarcke tho Liegenn belegenn inn dusser beschlatenn schedienge: intt erste antohevende by dem Talsen wege, dar eyne kule is
vann der kulenn vort tho gaende bith inn de Wiettebecke, dar eyne kule is
de Wiettebecke da"ell tho gaende bith an eyn siep, den siep da"ell tho volgende bith inn de Lipesche becke
der becke dall tho folgende bitt in der grotten becke
der grotten becke up tho vulgende bith in ein siep,% von de Lipesche becke bis hierher am Rand nachgetragen dar ein kule is
dem siep da"ell tho volgende aver de klene becke und stracks tho gaende ann den Talschen weech, dar de vorbenömde kule is, dar sick de vorbenömde schedienge erstenn anhevett
und dartho einenn hewschlag belegenn up der Pelßgennbecke butenn der schedienge vann veer koyennstede
mit allerly thobehöringe, nuttenn und beqwemicheittenn, wy de benömett sien edder benömett mögenn werdenn, alß ann ackernn geradett und ungeradett, hewschlegenn, wesenn, weyden, vehedriefftenn, holtingenn, woldenn, buschenn, birsenn, gebrokedenn, wateren, bekenn, seenn, siepenn, honnigbömenn, honnigweydenn, viescherienn, vogelyenn etc. und woran Hermann Dumpiate und alle sine rechte wahrenn ervenn mögenn recht tho hebben, nichtesnicht butenn beschedenn, vorttann tho besiettende, tho gebrukende und tho beholdende, vry und vredsamlickenn na lehngudes rechtenn tho ewigen dagenn. Und effte de oldenn breve over duth landt wedder gefundenn wordenn und vor ogenn quemenn, de sollenu [] mitt diesem breff machtloß und gedödett sin. Düsses tho urkundt undt tuchenusse der wahrheitt so hebben wie unse ingesegell hierundenn ann dussenn breff wetentlick do"en hangen, de gegeven is tho Tuckum inn den jharenn unsers Herrn, do men schreff 1498 des ma"endages na der elffendusent jungfern dage.(?)
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pressureTextabdruck nach NKGChr. Beil. Nr. 39.