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Bauer474c

c) Grenzziehung zwischen Zirau und Virginahlen sowie zwischen dem Gebiet Grobin, den Brüdern Francke im Gebiet Goldingen und Statius Rappe im Gebiet Grobin. Pilten, 1553 Juni 15
Grenzbegehung; rechtliche Auseinandersetzung Text nach A. Bauers Abschrift von Kopie des 16. Jahrhunderts (B).
Überlieferung:
aus B: Kop., Ende 16. Jh
Material: Pap.
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Beginn und Schluß der Urkunde mit geringen Abweichungen wie bei Bauer 474a undt die gebrechen zwischen Zyrow undt Virginare sowoll auch dem gebiete Grobyn undt derer doselbs anstossenden beiwonern Claws, Ewaldt, Greger undt Johan, gebrudern den Frangken, im gepiete Goldingk, undt Statius Rappen, im gepiete Grobbyn besessen, beritten, die grenitz undt scheide auf allerseits anweisen besichtigt, siegel undt brieffe verlesen, eins jeden behelff, rede, wiederrede, kundtschafft undt alle notturfft angehoeret undt nachdem befunden, das bei den principaln, dem herrn zu Churlandt sowoll auch dem herrn cumpturn zu Goldingen hoch- undt wolgemelt, keine siegel, brieffe undt genugsambe anweisungk oder monumenta, damith ein jeder seine scheide hette mugen erweisen, vorhanden, der ruwliche besitz auch nicht dargethan worden, also das beiderseits mangell undt zweiffelhaftigkeit erspoeret, haben wir nach hoger, fleissiger erwegungk unser verbindungk nach, damith eine bestendige grenitz des orts zwischen dem stiffte Churlandt undt dem gepiete Goldingen undt Grobyn mocht aufgerichtet werden, das mittel zwischen den fliessen oder beken Attop undt Borchob, da ann jederm fliesse ein part seine scheide gewiesen, suchen lassen, undt soll doselbst die grenitze zwischen beiden herrn hoch- undt wolgemeldt, dar die Attope undt Borchob zusamenkommen, dar ein creutzkule, mit kolen undt steinen gefullet, gemacht, angehen
von dannen rohr recht aus bis an den qwerwegk qwecwegk, der von Virginare nach Zyrow gehett, dar ein creutzkule, mit steinen undt kolen gefullet
von dar strack[s] uber denselben wegk durch ein wildtnus von creutzkulen zu creutzkulen bis an der Francken scheide bei dem wege, der von Lexten nach Bebben gehet, dar auch eine creutzkule, mit steinen undt kolen gefullett. Weiln nun der Francken sowoll auch Statius Rappen scheide fast in den streitigen landen, ortheren gelegen, sie aber mith siegell undt brieffen dieselben erweisen, ist erkandt, das sie bei denselben ihren scheiden pleiben sollenn. Undt damith zu kommenden zeiten derohalben kein zwist undt uneinigkeit zwischen den stiftischen desselben der orther anstossenden beiwohnern sowoll auch den Francken undt Rappen erwachse oder entstehe, weil die malzeichen an den boemen vertherblich erwachssen mochte, haben wir dieselbe grenitz gleichsfals, soviel den orth doselbs belanget, mit creutzkulen befestigen lassen. Undt soll man demnach von der creutzkulen obengemeldt, dar man erstlich an der Francken scheidungk kumbt, derselben folgen bis wiederumb an ein creutzkule, mit kolen undt steinen gefullet
von dannen in einen hoyschlagk, Semipper genandt, dar ein creutz von eichenholtz in die erden gesencket undt ein stein darauf gelegt, mit einem creutze verzeichnet
hinferner uber denselben hoyschlag bis wiederumb an ein creutzkule undt forth uber in die Ilmada, eine beke also genant, bis an eine creutzkule
dan weiter von creutzkulen zu creutzkulen bis wiederumb an die Ilmada
dar stracks uber die Ilmada zu gehen auch an ein creutzkule undt so forth durch das Deidesche gebroeckte von creutzkulen zu creutzkulen bis an eine beke, dar ingleichen eine groisse creutzkule gemacht, mit steinen undt kolen gefullet, dar sich dan die Francken mit dem stiffte scheiden
dieselben beke aufwarts zu volgen bis an Statius Rappen scheide, dar auch ein creutzkule, mit kolen undt steinen gefulleth
wes nun zwischen der Francken undt Statius Rappen scheide gelegen, das das stifft in ruwlichen besitz gehapt, soll auch bei dem stiffte pleiben
hinferner derselben scheide zur linckern aufwarts zu volgen von creutzkulen zu creutzkulenn bis an die beke Ilmade
der beke zu volgen bis an die Eken beke, dar auch ein creutzkule, mit kolen undt steinen gefullet, gemachet
hir scheidet sich Statius Rappe mit dem stieffte undt geith an die Grobbinische scheide
von dannen stracks uber dieselben beke, dar auch ein creutzkule, undt so fort von creutzkulen zu creutzkulen bis an die Waddop, welche in die Durbesche beke fleust, dar drey creutzkulen gemacht sein, undt scheiden sich hir das stiefft undt gebiete Goldingk undt Grobyn. Was nun an diesen bereitungk undt aufgerichteten scheide zur lincken handt gelegen, soll alles dem stieffte, was aber zur rechtern, dem ritterlichen Teutschen orden zugehorig sein.(?)
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pressureDer Text basiert auf A. Bauers Abschrift von B.