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Bauer417

OM. Wolter von Plettenberg belehnt Jochim Pinnow auf Lebzeit mit der Ordenskirche in Autz und gewährt ihm in dem dortigen Ordenshof freie Kost, mit der Verpflichtung, den Kirchspielsleuten das göttliche Wort selbst oder durch einen anderen Geeigneten zu predigen. Wenden, 1529 Dez. 29
Lehnsurkunde
Überlieferung:
aus A: Ausf.
Material: Perg.
Archiv: Riga, Hist. StaatsA., Best. 5561, Fb. 4, Akte 277; GStAPK, VIII. HA B 24: Sammlung Stavenhagen Urk. Nr. 303
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Wye Wolther van Plettenberck, meister Duitzsches ordens tho Lyfflande, doen kundt, bekennen unnd betugenn inn unnd midt dussem unszern openen vorsegelden breve vor idermenlick, dat wye midt willen, rade und vulborde unszern werdigen medegebedigernn gegunt und vorlendt hebben, alsze wye inn craft dusses unszers openen vorsegeldenn breves gun[n]en und vorlenenn ernn Jochim Pinnow unszers ordens kercken thor Owtzenn umb Godes willenn unnd szo velle ann unns is tho sienen daghenn unnd levende, midt allerleie gerechtigheit, nutt unnd upkumpst, gelickes wo dat siene vorveder dat vann denn burenn thor Owtzenn unnd ock sust, dhe dar thor kerckenn komen und horen, entfangen und hebben sall, wo he sus lange gehat unnd entfangenn. Dartho szo gunnen und geven wye eme de frye kost in deme ergedachten hove thor Owtzenn, des mehn eme gelickes deme landtknecht und andern denernn inn deme hove wesende anrichten und vordregenn sall
jodoch midt deme boschede, dat he nha alle sienem vormogenn Godes denest vortsetten sall unnd dat godtlicke wordt nha uthwisinge der godtlick[e]r scrift den kerspelszluden tho gelegenen unnd geborlicken tydenn vorkundigen unnd predickenn sall
szo he overst kranckheit oft sust anders redelicker orßacke halven vorhindert, alsdann dorch einen andernn, de dartho nutth unnd boqweme is, denn kerszpelszludenn zelligheit tho vorschaffenn sall vorplicht sinn. Dusses tho orkunde unnd mehr befestunge der warheit hebbenn wye Wolther, meister upgemelt, unsze ingesegell witlick ann dussen breff latenn hangenn. Datum Wendenn midwekenns nha Innocentum im viffteinhunderstenn unnd im drudtigesten jare.
comment
pressureDas Jahr 1530 scheidet als Ausstellungsjahr der Urkunde aus, da in diesem Jahr der Festtag Innocentum (Dez. 28) selbst auf einen Mittwoch fiel und eine Datierung auf den Mittwoch danach innerhalb des Jahrs gar nicht möglich ist. Die Datierung der Urkunde muß daher nach dem Weihnachtsstil in das Jahr 1529 erfolgen.