Kurland Property Records

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Bauer410

OM. Wolter von Plettenberg belehnt Hildebrand von Brockhusen und seine Erben mit der von ihm gekauften Hofstätte und dem Land und Landgut im Gebiet und Kirchspiel Kandau, das durch Versäumung der Lehnsempfängnis der Erben Hermann Dumpians an den Orden gefallen ist, so wie es zuerst Hermann Dumpian und danach Johann von Bockhorst und Heinrich von Galen gen. Halßwich besaßen, ferner mit einem weiteren Stück Landes bei Galten, dem Heuschlag Rinsen an der Abau und einem Stück Landes an der Bolderaa in beschriebenen Grenzen, zu Lehngutsrecht. Riga, 1528 Juni 30
Lehnsurkunde Text nach E. v. Fircks, Neue Kurländische Güter-Chroniken, Mitau 1900-1905, Beil. Nr. 43, dort nach Kopie von ca. 1600.
Überlieferung:
B: Kop., um 1600
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Wie Wolter vann Plettenberch, meyster Dutsches ordens tho Liefflandt, doen kundt hiermit apentlick, bekennen vor jedermenniglick mitt dussem unserm apenen vorsegeldenn breve, datt wy mitt willenn, rade und volbord unser werdigenn mittgebedigere Hylbrandt vann Brockhusen und alle synen rechten wahren erven gegeven, gegundt und vorlehnt hebbenn, alß wy in krafft dusses unses vorsegeldenn breves geven, gonnen und vorlehnenn sinenn rechtenn wollgekofftenn kop, eine hoffstede mitt dem lande und landtgude, im gebede und kerspell Candow gelegenn, welck ann unß und unsern ordenn nah lehenngudes und landlöpigenn rechtenn durch vorsumenusse Herman Dumpian syner ervenn inn entfanginge ehres lehnes vorfallenn, alse datt Hermann Dumpian erstlick, darna Johann van Bockhorst und Hinrick vann Gahlen, genandt Halßwick, besetenn und gebrucket hebbenn, na inholde und vormeldunge der olden lehnbreve, van unsern vorväderen hochlöfflicker gedechtnusse und unß gegevenn, alse datt ihn synen merckedenn und schedingenn belegenn. Dartho so gevenn, gonnenn und vorlehnenn wy Hylbrandt und synenn rechtenn wahrenn ervenn ein stuck landes im gebede und kerspell tho Candow inn dieser nahbeschrevenenn schedingenn: int erste anthogande ann der Galtenschen schedinge, dar eine krutzekuhl iß
vann der kuhle beth ann eine gruffte
der grufften up tho gahende beth ann ein gebrockede, Ackmenpurwe genömett
dem gebrockede entlangest vann krutzenn tho crutzenn an ein ander gebrockede
aver datt gebrockede vann crutzenn tho crutzenn beth ann ein gebrockede, Glassepurwe genomett
deme gebrockte tho volgende beth ann Lodwich Buttler syne schedinge
de schedinge endtlangest beth ann de Galtensche becke, dar ein crutzkule is
welcker stuck landes vor einen hoyschlag gegevenn und utgebuttet is und schall by dem ampte und huse tho Candow tho ewigenn tydenn blivenn. Noch so gunnenn und geven wy Hylbrandt und synenn rechtenn wahrenn erven ein stuck hoyschlag, ann der Abow belegenn, Rinsenn genömett, twischenn der Abow und Zabelschenn wege vor einenn andern hoyschlag, achter der tegelschune belegenn, [gegevenn] und uthgebuttet, alse datt inn syner schedinge afgeteckent und becrutzigett is, mitt allerley nutz und beqwemicheitt, wo de genömet syn edder genömett mögenn werdenn, alse ann ackern geradet und ungeradett, hoyschlegenn, wesenn, weyden, vehdrifftenn, holtingenn, busschenn, woldenn, birsenn, watern und beckenn, siepenn, seen, honnichweydenn, honnichbömen, viescherien, vögelyenn und allent, wor Hylbrandt Brockhusenn und sine rechte wahrenn erwenn mögenn recht tho hebbenn, to besiettende, tho beholdende und tho gebruckende, nichtesnicht butenn beschedenn. Noch so gonnenn, gevenn und vorlehnenn wy ehme und synenn rechtenn wahrenn ervenn ein stuck landes up der Bulder Awe, dar he ein kledt und einen buhrenn, de darby, syn kleeth tho vorwachtenn und tho bewahrenn, upsettenn mach, alse datt inn dieser nahgeschrevenenn schedienge belegenn: int erste uth der Awe anthogaende, dar eine kule is by einem siepe
datt siep up tho gaende beth ann einenn wech, dar eine kuhle is
aver den wech tho gaende dorch de heyde, dar ein fhurenbo"em ys, mitt einem crutze geteckent, dar eine kule by is
stracks aver datt siep tho gande dorch de heyde ann der von Oldenbockum ehre schedinge, dar eine kuhle is
vann der kuhlen stracks inn de Awe
de Awe wedder up tho gaende beth ann de siep, dar de schedinge sieck erstenn anhoff
jedoch by deme beschede, datt he inn der Awe jennige gerechticheitt tho fischenn hebben schall. Sust schall und mach [he recht hebben], datt stucke landes vry und fredesamlick na lehengudes rechte tho ewigenn tydenn tho besiettenn und tho gebruckenn. Dusses in ohrkunde hebbenn wy meyster obgemelt unser ingesegell witklickenn undenn ann dussen breff lathenn hangenn, de gegevenn is tho Riga dienstages na Petri und Pauli ihm jhar 1528.
comment
pressureDie Güter Galten, Sillen, Wittenbeck und Pelzicken waren seit dem 15. Jh. bis 1673 einherrig. Der Güterkomplex gehörte seit 1498 den Dumpian (Erg. 76 u. Erg. 77), dann Johann von Bockhorst, 1526 Heinrich von Galen (Erg. 80), 1528 Hildebrand von Brockhusen (Bauer 410), 1558 Caspar Hoff (Erg. 81, vgl. P. v. Schroeders, Kurland S. 34, 45 u. 60 und NKGChr. S. 136). Textabdruck nach NKGChr. Beil. Nr. 43.