Kurland Property Records

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Bauer407

Bf. Hermann von Kurland belehnt Klaus Stekelberg und seine Erben mit einem ihm durch den sel. Bf. Martin von Kurland verliehenen Stück Landes in der Burgsuchung und im Kirchspiel Dondangen in beschriebenen Grenzen, wofür sie jährlich eine Mark Rigisch entrichten sollen und zu allgemeinen Landtagen und zur Heerfahrt verpflichtet sind. Dondangen, 1526 Dez. 26(?)
Lehnsurkunde
Überlieferung:
aus A: Ausf.
Material: Perg.
Archiv: Riga, Hist. StaatsA., Best. 5561, Fb. 4, Akte 255; GStAPK, VIII. HA B 24: Sammlung Stavenhagen Urk. Nr. 290
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Wye vann Gods unnd des Romischnn stols gnaden Hermanus, bisschop der kerckn tho Curland, bekennen unnd betuigen apenbar vor alßweme, dath wie Claws Stekelberg unnd synen rechtn warn ervenn umb synes vlitignn densts und arbeids wyllenn, denn he unß und unser kerckn gedan unnd in thokomenden tydenn durch sich und syne erven noch gherne don will, ghegundt, ghegevenn und vorleneth [hebben] unnd inn kraffth dysß breves gunnen, gheven und vorlenen eynn stucke lands, inn der borchsokinge unnd karspell tho Dondangn belegen, alß ohme dath durch denn hochwirdignn inn God vader unnd hernn, hernn Martinum lovelicker und milder gdechtnisse, unsernn zelignn vo[r]varn, ethwann bisschopp tho Curland, vorleneth gewesen, inn nhageschrevener grentze unnd schedinge belegen: inth erste anthohevende ann eynem kleinen sype, genhometh Elkewalke
densulvign sip up tho gande an eynen ekenen bom, mith twenn crutzenn getekend
vann dem ekenen bome tho gande biß ann eynen stein mith twen crutzen
vann deme steine tho gande biß ann eynn sipp, Stragne walcke
vann dem sipe vorth biß ann eynn ander sipp, Birsewalcke
vann deme sipe stracks vorth tho gande biß inn de Lone beke
mith eynem hoyschlage vann twen kuyen, de belegnn is tho Posen Pisen zu lesen, an der Ausf. nochmal prüfen, frig unnd umbeschedigeth, mith aller nutte unnd bkwemicheit, wue de gnhometh syn ader gnhometh mogenn werdenn, tho gbrukenn und tho besittenn
doch alßo boschedentlich, dath gmelte Clawes Stekelbergk unnd syne erven alle jar in der wynterwacknn eyne marck Rigsch landhuir tho gheven und tho gmeynenn landeßdagnn, thor herfard unnd allenn andern notturfftign gschefftn und werfen, ßo offth unnd vakenn dath de no^eth esscheth unnd erforderth, ßunder alle uttoge, inrede unnd beschweringe volchafftich tho wesenn ßollenn unnd wylln vorplicht synn. Inn urkunde unnd bevestinge der warheith hebbe wie unse ingsegell withlickenn lathenn hengenn ann dyssenn brieff, de geghevenn und geschreven is upp unser kercknn schlotte Dondangnn dages Steffani inth jar Christi unsers hernn geburth dusenthviffhunderth darnha im sessundtwintigstnn jarhe.
comment
pressureEs muß derzeit offen bleiben, ob die Urkunde nach dem Circumcisionsstil auf 1526 Dez. 26 oder nach dem Weihnachtsstil auf 1525 Dez. 26 zu datieren ist. Der Gebrauch des Weihnachtsjahres kann zumindest für die ordensmeisterliche Kanzlei noch bis über die Jahrhundertmitte hinaus nachgewiesen werden, vgl. die zweifelsfrei nach dem Weihnachtsstil datierten Urkunden des OM. Plettenberg aus dem Jahr 1529 und des OM. Wilhelm von Fürstenberg aus dem Jahr 1558(!) (Bauer 417 u. Bauer 499). In dem Vorschrifft-Register des Ordens für die Jahre 1544-1547 kann man allerdings feststellen, daß der Jahresbeginn selbst innerhalb der Ordenskanzlei nicht einheitlich gehandhabt wurde: Direkt hinter der Überschrift, die den Beginn der Einträge für das Jahr 1545 ankündigt, folgt ein auf {\am sonabendes nach nativitatis Christi anno etc. XLV} datiertes Stück, was nach Weihnachtsstil 1544 Dez. 27 aufgelöst werden muß. Dagegen liegt offenbar der Circumcisionsstil zugrunde, wenn eines der letzten unter 1545 eingetragenen Stücke {\am dages Johannis evangeliste anno etc. XLV\+{o}} (1545 Dez. 27) und das erste Stück aus dem Jahr 1546 {\am am Nienjares dage anno etc. XLVI\+{o}} datiert ist (Stockholm RA, Livonica I, vol. 8, Vorschrifft-Register 1544-1547). Leider erlauben die wenigen vorliegenden Angaben zum Aufenthaltsort Bf. Hermanns in dem fraglichen Zeitraum auch keine zeitliche Einordnung des Stücks mit Hilfe des bischöflichen Itinerars (vgl. U. Müller, Herzog Albrecht von Preußen und Livland).