Kurland Property Records

Document text

back to search

Bauer398

OM. Wolter von Plettenberg belehnt Bernd Kessenbrock und seine Erben mit einem Stück Landes im Gebiet Ascheraden und im Kirchspiel Sussey in beschriebenen Grenzen zu Lehngutsrecht. Wolmar, 1525 Apr. 11
Lehnsurkunde
Überlieferung:
aus A: Ausf.
Material: Perg.
Archiv: Riga, Hist. StaatsA., Best. 5561, Fb. 4, Akte 250; GStAPK, VIII. HA B 24: Sammlung Stavenhagen Urk. Nr. 278
Hide variants and comments | Show variants | Show comments | Show variants and comments |
Wye Wolther vann Plettenberge, meister Duitsches ordenns tho Lyfflande, don kunt, bokennen und botugenn in und mith dussem unserm apen vorsegelden breve vor idermennichligk, dat wie mith willen, rade und vulborde unser ersamen medegebediger Berndt Kessenbrock und alle sienen rechten waren erven gegunt, gegeven und vorlent hebben, als wie in krafft dusses breves geven, gonnen unnd vorlenen ein stucke landes, im gebede tho Asscherade und kerspell tho Sussey in dusser nageschrevenn schedinge bolegenn: int erste anthogande an deme Nerretschen gebrockte, dar ene brugge [ys]
van der bruggenn tho gande durch ein gebrockte beth an ein sypp
deme sype tho volgennde beth ann ein gebrockte, dar ein wech ys
denn wech entlanges unnd einen theroven vorbie beth an ene beke
de beke up tho gande dorch ein gebrockte wente ann ein syp
deme sipe tho volgende wenthe an enen hollenn wech
aver denn wech einem sype tho volgennde wente an ein gebrockte
van dem gebrockte ann eine herde tho gannde beth an ein gebrockte
noch aver eine herde langes einem sypenn beth an ene clene see
langeß de Ilsenn see tho gande wente an ein syp, dath dar kumpth uth der Stenesee, dar ein sypp ys
dem sype tho volgenn beth ann enen berch
stracks aver den berch tho gande vann kulen tho kulen wenthe an ein sypp, dar ein Lettouwesch gesinde gelegen hefft
dem sipe tho volgennde byß an Lettouwenn
mith allerleye thobohoringe, nuth unnd boqwemicheit, wo de genomet syn ader genometh mogen werdenn, als an ackern geradet und ungeradet, hoyslegenn, wesen, weiden, vedrifftenn, holtingen, busschen, woldenn, birsen, watern, becken, sipen, honnichbomen, honnichweiden, visscherien, vogelienn und wor Bernd Kessenbrock unnd alle siene rechtenn waren erven upgedacht mogen recht tho hebben, nichtesnicht buten boschedenn, vordan tho hebbbende, tho bosittende, tho brukende unnd tho beholdende frig fredzamlich na lengudes rechte tho ewigenn tidenn. In orkunde der warheit hebben wie Wolther, mester bavengemelt, unse ingesegell witlich undenn an dussen breff lathenn hangen, de gegeven tho Wolmer dinxdages nach Palmarum darna im veffteinhundertunndviffundtwintigesten jare.(?)
comment
pressureDas Geschlecht derer von Kerssenbrock stammt aus der Grafschaft Ravensberg. In einem Brief von 1510 Juli 24 an die Stadt Danzig wegen dort festgehaltener Tuche eines Grobiner Untersassen teilt der Ordensvogt zu Grobin die diesbezügliche Aussage eines Luleff Kerszenbrock mit, der somit als erstes Mitglied der Familie in Livland nachweisbar ist. Zu dem Geschlecht derer von Kerssenbrock vgl. O. Stavenhagen, Die von Kerssenbrock in Kurland, in: JbGen. 1907/1908 S. 292-297, wonach der hier belehnte Bernd Kerssenbrock in den Jahren 1529-1531 Getreide, Butter und Teer nach Riga lieferte und von dort Tuch und Gewürze bezog. L. Arbusow führt in seinem Verzeichnis kurländischer Güterurkunden S. 189 zu dem Jahr 1525 einen weiteren Lehnbrief des OM. Plettenberg für Berhard Kersenbrock über ein Stück Land im Dünaburgschen bei Eldren (Ellern 12 km onö Dünaburg) auf.