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Bauer347

OM. Wolter von Plettenberg belehnt Johann von Hoyningen gen. Huene und seine Erben mit mehreren Heuschlägen und Landstücken im Amt und Kirchspiel Mitau in beschriebenen Grenzen zu Lehngutsrecht. Wolmar, 1501 Jan. 29
Lehnsurkunde Text derzeit nach A. Bauers Abschrift von einer beglaubigten Kopie (des 17. Jahrhunderts) von Kopie (B). (?)
Überlieferung:
aus B: begl. Kop. von einer durch den Mitauer Gerichtssekretär Friedrich Klein angefertigten Kop
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Wie broder Wolter von Plettenberg, meister tho Lyfflandt Dütsches ordens, doen kund und bekennen mit düßem unserm apenem brehfe, dat wy met rade, willen und vulbort unser ehrsahmen unser irrig wiederholt B medegebediger Johann von Hoiniger Hoyngen, genandt Hünen Hune, und all synen rechten wahren erven gegeven und verlehnt hebben, in krafft und macht düßes brehfes geven und verlehnen sodann land und landgüder, alß in dem ampt und karspel thor Mytow und in düßer nahbeschrevener entscheding iß belegen: int erste einen hoischlag de Swittemünde up tho gaende, dahr ein kuhle iß, van der kuhlen tho gaende beth an ein orth busches, dar langß up tho gaende, beth dat ock ein kuhl iß, von dar recht aver tho gaende wedder in de Schwitten
noch ein stück hoischlag aver die Tzessen twischen einem vlete löpt uht der Tzessen und daer wedder in
noch ein stück busches und hoischlag van der Tzessen up tho gaende de Deben stranten up beth an de Playten und de Playten dael to gaende beth wedder in de Tzessen
noch ein stück landes aenthogaende von der Ogelen beke, daer ein eckenbohm steit mit twee krützen und eine kuhle by iß
von dem bohm an einen andern bohm mit einem krütze und eine kuhle by iß
von daer so voort dorch den busch beth an ein siepe, geheten die Kapperstranten, daer ock ein eckenbohm steit mit einem krütze und eine kuhle [by]% statt dessen bei Bauer kuhl iß
van dem bohme de richte tho gaende beth up eine behke, geheten de Uppelstranten, dar ein greenen bohm steit mit einem krütze und eine kuhl by iß
und dan voort de Uppelstranten aff tho gaende beth in de Tzesse und de Tzesse aff tho gaende beth daer de Ogele und Tzesse thosamen kamen, und de Ogelen voort up tho gaende beth an de voorbenömpte schedinge, daer de eckenbohm steit mit twe krützen
noch tho Riedsene ein stück landes von dren lopsteden und tho Sallgaln ok ein stück van dren lopen
noch by Rönnen hawe ein stück landes von dertein lopen und ein hoischlag von veer vödern
noch tho Lustgarden ein stück von söwen löpe
noch ein stück landß, alß et Kupper gehat und gebruket hefft, int erste einen hoischlag van der Aa up tho gaende, dar eine kuhl iß
und so voort öwer beth an den busch, daer ock eine kuhl iß
unsd so voort dörch ein bröhkte von krütze tho krütze beth up ein weg, de geith up de Garrose dar ein kuhl iß
und daer voort ower den weg tho treden beth an de Garrose, daer ock ein kuhl iß
und so voort daelwertß awer de Garrose beth an einen pener, dar ein kuhl iß
undt langst den pener bet an einen eckenbohm mit einem krütze und ein kuhl iß
und so voort von dem bohme einen sipen af tho gaende beth ock ein kuhl iß
und van daer twerch öwer tho gaende beth up de Garrose, daer ock ein kuhl iß
von daer wedder ower de Garrose tho gaende, dar ein kuhl ock iß
und von daer voort tho gaende bet an einen eckenbohm mit einem krütze und eine kuhl iß
von daer tho gaende dorch de heyde von krützen tho krützen beth up eine siepen, genömet de Leitzstranten inne belegen iß, anthogaende benedden Claws Smede, daer Rönnen schedinge kehret van der Aa up tho gaende bis hierher bei A. Bauer eingeklammert und mit A bezeichnet. Unter B folgt eine andere Fassung: von der Aa up tho gaende, dar ein kuhl iß
von daer tho gaende an den busch, daer ock ein kuhl iß
voort dorch den busch von krützen tho krützen, von kuhlen to kuhlen bet uup de Ekau, daer ock ein kuhl iß
und de Ekau voort up tho gaende bet an de Tettel
von daer de richte tho gaende bet an ein stenen krütze
van dem krütze beth an de Aa und de Aa dael tho gaende bet wedder an de Rennen schedingen, dar de erste kuhl iß.
noch ein stück landes van acht loopsteeden, dat Peter Korsiet süßlang gebruhkt hefft, und eine by seiner höfften ower die becke belegen und sien mistacker iß und ock von der beck umher bet wedder up de behke mit kuhlen geteckent iß
mit allerley thobehöring, nut und beqwemigkeit, wie de genömet sien edder werden mögen, alß an ackern gerödet und ungerödet, wesen, weiden, hoischlägen, wolden, höltzungen, birsen, büsche, watern, behken, seen, siepen, honnigbömen, honigweiden, vischeryen, vogelien, hoppenweide und allent, dar Johann von Hoiningen, genandt Hüne, und alle seine rechte wahren rechte wiederholt. erwen vorgemelt mögen recht tho hebben, nichtsnicht uhtgenomen, vordan tho hebbende, besittend[e], gebrukend[e], frey und fredsamliken tho beholdend[e] nae lehnguths rechten tho ewigen tieden. Tho urkund und mehrer tüchniße der wahrheit hebben wy unser insiegel unden an diesen breff wetenlick doen hangen, de gegeven tho Wolmar am friedage na confessionis sancti Pauli im jahrthale na der gebort Christi, do man schrifft dusentvieffhundertundein.
comment
pressureBarthold von Hoyngen gen. Huene erklärte vor der Ritterbank des Jahres 1620, sein Urgroßvater Jost von Hoyngen gen. Huenen sei aus Deutschland gekommen und habe sich im Stift Dorpat niedergelassen, und sein Großvater sei mit den jetzt einhabenden Gütern im Jahr 1501 von OM. Plettenberg belehnt worden (Ritterbanken Nr. 20 S. 14). Tatsächlich ist Johann von Hoyngen als erster seines Geschlechts im Jahr 1500 in Kurland nachweisbar (vgl. Bauer 341 u. Bauer 342). Zu dem Geschlecht derer von Hoyningen gen. Huene vgl. Genealog. Handbuch insb. S. 577-581.