Kurland Property Records

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Bauer329

Bf. Martin von Kurland belehnt Merten Haudring und seine Erben mit einem Stück Landes in Burgsuchung und Kirchspiel Amboten in beschriebenen Grenzen zu Lehngutsrecht. Hasenpoth, 1495 Okt. 14
Lehnsurkunde Text nach A. Bauers Abschrift einer modernen Abschrift von beglaubigter Kopie (B).
Überlieferung:
aus B: moderne Abschrift einer von Otto Manow, Priester des Kamminschen Stiftes und Kirchherr zu Amboten, begl. Kop
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Wy Martinus, von Godts undte pawestliken stoles gnaden bischoff der kerken to Curlande, bekennen unde betiegen openbar mit dyssen unsern brewe, dat wy mit willen, weten unde vollbort unsers würdigen cappitels derselwigten unserer kerken dem wohlduchtigen manne Merten Haudring und synen rechten waren erwen umme seiner densten willen, de he uns und unser kerken ghedan hat unde noch in tokommende tiden ghern dhon wyll, vorlenet hebben unde in krafft dusses brewes verlenen ein stuck landes, in der borchstekynge und kerspellkerke Amboten belegen in schedungen und marken also nachvollgen: antohewen an der Seppeschen see, in welker see ist inflassende ene beke, genant Lückemie, an der münde derselwigen beke dael to ghande bet an mosbruk
der münde derselfftigen beken hekenne Luckhene. up to gande beth an der beke Byrckstyll
deselwige beke dael to gande beth tho dem broke Udrarslanke Sunekel., ut dem broke lopet ene beke, genomet Nodeck, upwarth [], de beke daell tho gande beth in de Warthage
de Warthage gerichte ower tho gande in de Luceupp Laceupp zu lesen, vgl. Bauer 307: Laczevppe
von de Lazeup to gande beth to ener springe, ghenomet Rume Lhune.
dem strom daele to gande beth an des schlotesbergk, drangebeten dergestalt under dem berge to gande beth an de see Teberess
von der Teberess see tho gande beth an de Wylke uppe
upp von der Wulcke uppe tho gande in enem bröcke, dar ene beke uthsprieket, deselwige beke flet in de Seppische see
mit allen thobehorungen, nutz und beqwemlichkeit, wo de genomet syn oder genomet moghen werden, als an acker gerodet und ungerodet, holzschlegen, wysen, weyden, wedryfften, holtungen, buschen, wolden, byrssen, wassern, beken, sypen, honichbomen, honychweiden, vischereyen und was de vorkommende Matthys mach recht to hebben, nychtsnycht buten bescheyden, vordann to hebbende, to besittende, to ghebrukende und to beholdende myt allen synen rechten waren erwen fry und fredesamlicke na lehnghudes rechte. Das to orkunde und tuchnesse der warheit hebben wy Martinus, bischop benamet, unser und unsers werdigen cappitels ingesigel rechtes weten unden an dissen breff laten hangen,% Fehlt von oder genomet moghen werden bis hierher bei Bauer. Soll gleichlautend mit Bauer 311 sein, daraus hier ergänzt, aber doch wohl kaum mit der Namensform Matthys. de gegeven es up unser kerken schlote tho Hasenpoth am tage sancti Calixti episcopi in den jaren na Christi unsers herren geborth dussentverhundert darnach im viffundenegentigsten jare.(?)
comment
pressureDie Urkunde ist eventuell identisch mit dem Lehnbrief für Matthias Haudring von 1489(?) über dasselbe Gebiet (Bauer 307), in welchem Fall die Abweichungen in Bezug auf Empfänger, Ausstellungsdatum und -ort auf die fehlerhafte abschriftliche Überlieferung zurückzuführen wären. Vgl. die Anmerkungen zu Bauer 307. Aus A. Bauers Bearbeitungsvermerken in seinem Manuskript der kurländischen Güterurkunden zu den Stücken Bauer 311 u. Bauer 329 ("Rostock 1931 Sept. 11. Verz. S. 101 Nodaggen Nr. 1" bzw. "Nr. 2") geht zusätzlich hervor, daß diese und nur diese beiden Stücke in dieser Reihenfolge damals den ältesten Bestand der Gutsbrieflade bildeten, was die Datierung von Bauer 329 und möglicherweise auch von Bauer 307 in das Jahr 1495 unterstützt. Textgrundlage ist A. Bauers Abschrift von B.