Kurland Property Records

Document text

back to search

Bauer290

OM. Bernd von der Borch belehnt Johann Stromberg und seine Erben mit einem Haken Landes zu Tuckum, den zuvor Harmen Smyth besaß, zu Lehngutsrecht. Wenden, 1479 Dez. 28(?)
Lehnsurkunde Text nach A. Bauers Abschrift (wohl nach L. Arbusow) wohl von moderner Abschrift (B).
Überlieferung:
aus B(?): Abschrift von Woldemar
Hide variants and comments | Show variants | Show comments | Show variants and comments |
Wy broder Bernth van der Borch, meister tho Liefflande Dutschs ordens, bekennen unde betugen apenbar mit dysenn unseme apenen vorsegelten breve, dat wie mit rade unde vulborde unser ehrsamenn medegebediger gegeven undt vorlenet hebben in unde mit crafft disses breves geven unde vorlenen Johan Stromlerge Stromberge unde synen rechten waren erven sodanen haken, also de to Tuckum in synen marken unde schedungen belegen unde thovorn von Harmen Smyth besetten unde gebrucket is, na inholde unde uthwisinge des olden leenbreves darover gegeven, mith allerleie tobehoringe, nuth unde beqwemicheith, wo de genomet sen edder genomet mogen werden, unde was Johan Stromberge unde syne rechte waren erven mochen recht tho hebben, nichtesnicht buten bescheden, vorthan to hebbende, to besittende, to brukende na leengudes rechte tho ewigen tiden. Des thor orkunde unde wahrhafftigen tuchnisse hebben wir%wie unse ingesegel unden an dessen breff laten hangen, de gegeven is tho Wenden an [...] kinder dage na der geborth Cristi tusentverhunderth unde darna in dem achtentigisten jare.
comment
pressureAusstellungstag der Urkunde ist der Festtag der unschuldigen Kinder (Innocentum) am 28. Dezember. Das Ausstellungsjahr kann nach Circumcisionsstil als 1480 oder aber, was der bis weit ins 16. Jahrhundert hinein gängigen Datierungspraxis der Ordenskanzlei besser entspricht (vgl. Bauer 417 u. Bauer 499), nach Weihnachtsstil als 1479 verstanden werden. Aus der Chronologie der Ordensmeister ergibt sich kein zusätzlicher Anhaltspunkt zur Einordnung der Urkunde in das Jahr 1479 oder 1480, vgl. Brieflade III S. 87. Die angeblich Verlehnung von Wilkajen an Stromberg schon im Jahr 1459 (vgl. Ortslexikon) dürfte auf einer irrigen Jahresangabe oder auf Verwechslung mit Bauer 232 beruhen, da die vorliegende Urkunde ausdrücklich den Vorbesitzer des Landes, Hermann Smyth, benennt. Der Editionstext folgt A. Bauers Abschrift, diese wohl wiederum L. Arbusows Abschrift wohl von B.