Kurland Property Records

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Bauer179

OM. Cisse von dem Rutenberg belehnt Merten David und seinen Sohn Stalle mit 2 Haken Landes bei dem Willgahlenschen See in beschriebenen Grenzen zu kurischem Lehnrecht. Goldingen, 1428 Dez. 9
Lehnsurkunde Text nach A. Bauers Abschrift von Kopie des 17. Jahrhunderts (B).
Überlieferung:
aus B: Kop.
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Wie broder Cise von Rutenberch, meister Tütsches ordens tho Liefflande, bekennen und betugen openbahr in desem openen breffe, dat wie mit rade und vülbort unser ersamen medegebediger Merten David und sine[m] sohne Stalle und all eren rechten erwen gegeven und vorlehnt hebben und mit krafft dusses brefes geven und vorlehnen to Curschem lehngude twe haken lands, belegen by der Wilgalischen see in dusser nahgeschreven scheidunge: int erste antohevende in dem Willgalischen wege in der grunt by einem kleinen busche, der grunt tho volgende bet in de Wilgalische see, und vort von der see dem Wilgalische[n] wege to volgende bet in den Asenputteschen wech, dem Asenputteschen wege to volgende bet an ene beke, de dar flüt in de Wilgalische see, geheten de Turme
welcke twe haken lands vorbenombt und in der vorschrevenen schedung belegen mit aller tobehorung, nut und beqwemicheit, wo de genomet sin efte genömet möchten werden, als an ackern gerödet und ungerödet, hoyschlegen, wesen, weiden, veedriften, holtingen, buschen, broken, sipen, wateren, stoyungen, vischerien, vogelien, honichboemen und honichweiden, und wor de vorbenömbden Merten Dauid und sin sohn Stalle und alle ere rechte erven mogen recht to hebben, nichtsnicht utgenommen, to hebbende, besittende, brukende und to beholdende fry und fredsamlick na Curschen lehnrechte to ewigen tiden. Des to tüchnüsse der warheit hebben wy unse insiegel unden an dessen breff laten hangen. Gegeven to Goldingen in dem jahre unsers [Heren] dusentveerhundert und achtundtwintigten jare crastino conceptionis die Mariae virginis gloriosae.(?)
comment
pressureEine erste Verlehnung von zwei oder drei Haken Landes am Willgahlenschen See erfolgte bereits im Jahr 1385, der Lehnbrief ist jedoch nicht erhalten und nur aus leicht abweichenden Angaben in späteren, selbst auch nicht mehr erhaltenen (in Riga noch prüfen) Verzeichnissen bekannt. Schirren Nr. 2005 S. 137 Nr. 312 gibt das schwedische Regest Nr. 640 des Förteckningh (ehem. Stockholm, RA) wieder wie folgt: Des Herrmeisters Robin de Elsen Donation von 2 Haken Landes am Sumpfe Vilgalen belegen. 1385. Verzeichnis Arbusow S. 23 enthält die Angaben: 1385. OM. Robin von Eltz verlehnt 3(!) Haken Landes in Willgahlen gelegen (nach E.H. Woldemar, Personen- u. Güter-Lexikon, Mskr., dort nach herzogl. Archiv-Registratur von 1712) bzw. in etwas vollständigerer Form: HerM. Robin de Elsen Original-Verlehnungen. 3 Haken Landes über der Wilgalschen See an Dywten. Dat. Goldingen ao. 1385. Lateinisch (nach Hölchers Lehnregister, um 1730, ehem. Riga, Bibl. der Gesellschaft für Geschichte u. Altertumskunde Mskr. Nr. 1330). Der Text basiert auf A. Bauers Abschrift von B.