Kurland Property Records

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Bauer162

OM. Siegfried Lander von Sponheim belehnt Jakob Kure und seine Erben mit 5 Haken Landes, davon 2 Haken beim See Ligen und 2 Haken in Grawen jeweils in beschriebenen Grenzen und ein Haken vor dem Hakelwerk Kandau, den Klaus Kalte vorher besaß, zu Lehngutsrecht. Wenden, 1419 Juni 11
Lehnsurkunde Text nach A. Bauers Abschrift (nach W. von der Osten-Sacken) von Kopie des 17. Jahrhunderts (B).
Überlieferung:
aus B: Kop., Anfang 17. Jh., dazu auf gesondertem Bogen transsumierende Worte Herzog Friedrichs von Kurland, Goldingen 1629 Sept. 4
Material: Pap.
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Wi broder Syfridt Landere von Spanheim, meister Dutsches ordenss tho Lifflande, bekennen undt betuegen openbahr in diesem breve, datt wi mitt rade, vollbordt undt willen unser ersamen medegebedigern gegeven undt vorlenett hebben, geven undt vorlenen Jacob Kuren undt sinen rechten erven tho lehngude viff haken landes, in duesser nageschrewen schedunge belegen bi der Ligen seehe: anthogande up der Wiltenbeecke, dar eine kule ist, undt vortt van kulen tho kulen tho gande wente an einen stein, mit einem cruetze getekenett
von dar tho gahnde bett up den weg, de dar gheitt van Ansen tho Candaw, dar eine kule ist
van der kulen den wegk over tho tredende tho einer andern kulen
vortt van kulen tho kulen tho gande bett up de Ansenbeke, dar ein stein ist, mitt einem cruetse getekenett
van dem steine de beke nedder tho gahnde bett in de Lygenseehe, dar de Ansenmuende ingheitt
van der Ansenmuende de Lygenseehe över beth in der Lygenbeke muende
de Lygenbeke nedder tho gahnde wente an de Wiltenbeke muende
de Wiltenbeke up tho gahnde beth tho der ersten kulen, dar duesse schedunge anhoff
de ander twe haken in duesser nageschrewen schedunge gelegen tho Grawen: anthogahnde up den Rigischen weg, dar eine kule ist
vortt tho gahnde tho einem steine, getekenett mit einem cruetze
van dem steine vortt tho gahnde bett tho einer kulen up einem szypen
dem sype tho volgende beth tho einer andern kulen
von dar tho gahnde beth tho Abellborne
van Abellborne undt van kulen tho kulen tho gahnde beth an den Rigischen weg, dar eine kule ist
den Rigischen weg över tho thredende tho einer andern kulen, undt vortt van kulen tho kulen tho einem szype
von dem sype tho gahnde van kulen tho kulen betth up den vorgenöemeden Rigischen weg, dar de erste kule ist der schedinge up de ander syde dess wegess
den einen haken landess vor dem hakellwercke tho Candaw, alss ene Class Kalte vor beseten hefft
welcke ver haken landes in der vorgeschrewen schedunge gelegen undt alse se in werle van oldingss sindt beseten, mett aller thobehoerunge, nuett undt beqwemigeitt und wess Jacob Kure undt sine rechte erven daruth gewinnen, hebben unde genethen können undt möegen, nichtesnichtt uthgenöemett, dar se rechtt tho hebben, de vorgenöemede Jacob undt seine rechte erven hebben, besitten, gebruken undt beholden schöelen undt möegen fry undt fredesamliken na lehngudes rechte tho ewigen tyden. Undt dess tho einem thöege der warheitt so hebbe wie unse ingesegell an duessen breff laten hangen. Gegewen tho Wenden anm hilligen sondage Trinitatiss na der gebordt Jesu Christi im virteinhundersten undt negenteinden jahre.(?)
comment
pressureDie Belehnung wird noch in einer {\am Consignation der fürstlichen lehen, welche bey der letztern commission 1763 noch nicht zu erfragen gewesen} aufgeführt als {\am Im Candauschen. 5 haken landes bey der Ligen-See an Jacob Kuhren 1419} (Marburg, DSHI 570 KGLK/KPM, Baltische Archivfilme B 112, ehem. Riga, StaatsA., Kurl. Prov.-Museum Güter 38 S. 27). Das Ortslexikon bezieht erst diese Belehnung des Jakob Kure aus dem Jahr 1419 auf Puttnen, vgl. aber zu Puttnen schon Bauer124 von 1387 Okt. 16 für Jakob und Heinrich Kure mit abweichender Grenzbeschreibung. Eine notariell beglaubigte Kopie des vorliegenden Lehnbriefs von um 1690 (ehem. KLA, Brfl. Oxeln) trug nach A. Bauers Angaben (? bei Bauer nochmal prüfen) die Rückaufschrift {\am Wiltenbecks grentzsbrief}. Die Urkunde dürfte demzufolge auf Wittenbeck 25 km sö Talsen zu beziehen sein, das laut Ortslexikon 1669 zu Puttnen gehörte und sich in Blombergs Besitz befand, später aber mit dem Gut Oxeln vereinigt wurde, in dessen Brieflade die Urkunde daher auch überliefert wurde. Der Editionstext folgt A. Bauers Abschrift, diese wiederum W. von der Osten-Sackens Abschrift von B.