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Bauer157

OM. Dietrich Torck belehnt Hermann Grundys und seine Erben mit insgesamt 7 Haken Landes in drei Stücken, jeweils in beschriebenen Grenzen, zu Lehngutsrecht. Goldingen, 1414 Jan. 29
Lehnsurkunde Text nach A. Bauers Abschrift von deutscher Übersetzung des 17. Jahrhunderts (B).
Überlieferung:
aus B: dt. Übers., Ende 17. Jh
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Allen sampt, so gegenwärtiges sehen oder hören, wünschet der bruder Theodoricus Torck, meister der brüder des Teutschen hauses zu Jerusalem durch Lieffland, ewiges heyl in dem Herren, und bekennen hiemit offentlich, das wir mit raht und verwilligung unterschiedlicher unserer brüder Herman Grundys und seinen wahren erben und nachkömlingen zwey hacken landes, in unten beschriebenen gräntzen oder unterscheidungen zu legen gelegen: erstlich anzufangen vom wege, den man gen Undehlen gehet, alwo ein creutz gesetzet ist, biß an einen großen stein, mit einem creutz gezeichnet
von demselben steine weiter zu gehen biß an dem thal beim wege Kratzen
demselben weg nach zu folgen biß ubern fluß genant Windaw, allwo ein creutz gemachet
und weiter beim fluß Windaw zu gehen biß an den alten fußsteig, allda gleichfals ein creutz stehet
und weiter von dießem creutze zu gehen über einen pfad, genant Richtsteg, biß an den Undehlschen weg, da ein creutz ist
demselben wege zu folgen, biß man ans erste creutz wiederkompt
und zwei hacken landes, in Egelin gelegen in folgentlichen unterscheidungen der gräntze: erstlich ansufangen oben von der offentlichen landtstraßen, die man von Alschwangen reiset, allda ist eine grube
von dießer gruben fort zu gehen biß an einem mit einem creutz gezeichneten stein
von deme weiter zu gehen über einen fußsteig nach Curmalen
denselben fußsteig uber zu gehen biß an eimem hecken oder dornbusch, allwo eine grub ist
dem dornbusch von creutz zu creutz zu folgen biß an eine andere grube
von dießer gruben weiter zur rechten handt auffwerts zu gehen biß an einen dornbusch
dießem weiter zu folgen biß an eine grube
hernach weiter von grub zu grub zu gehen uber einen hewschlag biß an einen thal
demselben nach zu gehen biß an den bäch Goldingen
item zu gehen von einem mit einem creutz gezeichneten eichenbaum biß an einen mit einem creutz gezeichneten lindenbaum
von dieser linden biß an [eine] andere eiche, in welche alte und newe creutze geschnitten sein
von dannen weiter zu gehen biß an einen fußsteig, den man von Goldingen nach Curmahlen gehet biß an daß dornheck, da eine grube ist
von dannen herunterwerts von creutz zu creutz zu gehen biß an den bach Goldingen
dieße bäche herunter biß an die untersten gräntzmahl
von dannen wieder zurück gehende um den vorbezeichneten thal
noch drey hacken landes, derer gräntze anfähet von der feldscheide den Jacobs äckeren, erstrecket sich biß an den bach genant Goldingenbecke
item es erstrecket sich selbe von einem baum, genand birnbaum, biß an die wiese Herrden
sambt gebaut und ungebauten äckern, wiesen, weyden, wäldern, gehägen, niedrigungen, hewschlägen, bäumen, honigweiden, fischbaaren waßern, mit allen pertinentien und ihren gerechtigkeiten, wie sie immer nahmen haben können, in vorbemeldten gräntzmahlen begriffen und enthalten nach lehnrecht zu ewigen zeiten frey zu besitzen geschencket und gegeben haben. In deßen beglaubigungen und zeugnus ist gegewärtigem brieffe unser siegel angehangen. Gegeben in Goldingen im jahr des Herren eintausendtvierhundertundviertzehn am montage vor dem fest Maria reinigung der hochgelobten jungfrawen. L.S. pensil.(?)
comment
pressureDer Text basiert auf A. Bauers Abschrift von B. Vermutlich handelt es sich bei B um die Übersetzung einer ursprünglich lateinischen Urkunde. Man vergleiche etwa die Formulierung {\am mit raht und verwilligung unterschiedlicher unserer brüder}, die gerade aufgrund des Übersetzungsfehlers ihre direkte Abkunft von der lateinischen Formulierung {\am cum consensu et consilio fratrum nostrorum discretorum} deutlich verrät.