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erg1197

Werner Schall von Bell, Komtur von Goldingen, an OM. Gotthard [Kettler]: Im Gegenzug zu des Komturs gegebenem Einverständnis zur Verpfändung der Ämter Goldingen, Hasenpoth und Durben an die königliche Majestät [zu Polen] möge der Ordensmeister dem Komtur auch die versprochene Versicherung auf Frauenburg und Zabeln mitteilen. Postskriptum betreffend des Komturs Zusage von Mühle und Dorf Lippaicken an seinen Diener Jürgen Below. Bittet den Ordensmeister, Jürgen Below darüber eine Versicherung mitzuteilen. im Lager zu Trikaten, [15]60 Juli 25
anderes Schriftstück
Überlieferung:
aus A: Ausf.
Material: Pap.
Archiv: Stockholm RA, Livonica I vol. 22
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Hochwirdiger, großmechtiger furst, unsere boreitwillige, gehorsame und unvordrossene dienste sein E. F. G. unserem eusserstem und hohistem vormuigen nach mit besonderem vleisse zuvoran boreit. Gnediger herr und oberster, in E. F. G+n. andtwort vormercken wir unter anderen, das E. F. G+n. der voerbedingunge [.....]beedunge [] halber, so wir in vorpfendunge und vorsetzunge des gepietes Goldingen durch unsere legaten beide, schriftlich und muntlich, antziehen und bitten lassen, zum teill ein ungnediges boschweer tragen, sintemaell wir hirbevorn zu Riga ohne einig bedingunge solliche vorpfendunge vorwilliget solten haben.Darauf sint wir nicht in abreeden, das wir den landen zu gutt und E. F. G+n zu gehorsamen gefallen unseren willen in die vorpfendunge der heuser und ambter Goldingen, Hasenpot und Durben gudtwillig gegeben. Doch haben wir gleichwoll dakegen gebeeten und uns vorbehalten die Frawenborch und Zabell und das E. F. G+n uns darauf mit vorsicherunge vorsehen wolten, das wir auß sollichem hirnegist nicht vorstossen ader etwas entbeeren solten noch durch vorsetzunge ader vorfendunge. Wir haben aber solliche vorsicherunge dergestalt, wue uns der vicecanceler borichtet, nicht erlangen mugen. Und ist der handell domals, wuewoll wir hernaher E. F. G+n noch zum uberflusse dieselben drei ampter angeboten, steende bleiben, biß wir numaels vormercken, das villeicht die ko(nigliche) Ma(jes)t(a)t. bei sollichem pfande vorharren wirdet. So haben wir auch nicht umbillich sollicher vorsicherunge wiederumb gedencken mussen, den wir jo eine tzeitlangk alle dasjenige abgetretten, was uns nur angemuhtet worden. Und das wir in die lengede dennoch noch etwas behalten mochten, haben uns E. F. G. gnedigligen nicht zu vordencken, den wir jo ohne rohm von jugent auf so treulich alse andere unserem orden gedienet. Bitten derwegen nochmaels underteenig und gehorsamblig, E. f. g. wolle uns bei ihrer voriger gnediger zusage erhalten, uns solche vorsicherunge nochmaels gnedigligen mittheilen, weiln wir auch itzt mit schweeren unkosten zu velde liegen und die saedt mehren teils kaufen mussen. So hoffen wir jo der abnutzunge und einkunft disses jares noch zu geniessen ader wir worden in unvorwintlichen schaden gereichen. Den es jo nicht billich were, das der pfandthere in die volle nutzunge straxs gehen solte und in diesem einem jare dubbelde nutzunge entfienge. Was nun die beiden alten sowoll die jungen heren, so daselbst im gebiete sein anlanget, werden E. F. G. die dinge gnedigligen besser bedencken alß wir, damit sie auch zufrieden gestellet und das dennoch die untersassen in der pfandtvorschreibunge ihrer Deutzschen freiheit und rechten soviell bewahret, alse jemer menschlich und muglich, damit sie so jemerligen nicht uberweldiget, alse in den anderen abgetretten gebieten geschehen soll. Mit underteenigem bitten, E. F. G+n. uns dieß notturftige schreiben in gnaden beimessen wollen, den wir seindt bei E. F. G. leib und gutt uftzusetzen upsetten hier = aufs Spiel setzen, wagen gantz bereitwilligk. Wormit dem lieben Godt zu langkwirigem, glucksahligem regimente frisch und gesundt zu erhalten bevehelende. Datum im lager zu Trikaten tages Jacobi apostoli anno etc. LX. E. F. G. gehorsamer Werner Schall von Bell, D. O. cumpthuer zu Goldingen. [ Postskriptum: ] In sonderheit muigen wir E. F. G+n. in underteenigem gehorsame nicht bergen, das uns kegenwertiger tzeiger, Jurgen Below, eine lange zeit heer ehrlich und trewlich umb eine geringe besoldunge gedienet und sich nichts weniger, dar wir seiner zu thuen gehabt, seinen hohistem vormugen nach hatt gebrauchen lassen. Haben wir ihnen derwegen nicht alleine zu Goldingen, sonder hirbevorn zu Rositen mit einem stucke landes, darvon ehr ein underhalt haben mochte, vortrostet und ihme letzlich einen ordt landes, alse nemblich die muhle und dorpf zu Lippeiten, belobet und zugesaget, weiln es den an sich fast geringe und dem gepiete an der einkunft keinen sonderen schaden einbrenget. Ist an E. F. G+n. unser underteeniges und gehorsames pitten, die wolle gedachten Belowen bei sollicher gonst gnedichlich erhalten und ihme eine vorsicherunge darauf mitteilen. Sollichs sein wir unserm eusserstem vormugen nach zu vordienen bereitwilligk. Es wirt auch gedachter Below nach seinem vormugen zu vordienen sollichs nimmer underlassen. Datum ut in litteris.(?)