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erg1149

OM. Heinrich von Galen entscheidet die Streitsache zwischen den Brüdern Jasper von Altenbockum als Kläger und Johann von Altenbockum als Beklagtem um das väterliche Erbe dahingehend, daß ein früher aufgerichteter Vertrag nichtig sein soll und Johann dem Bruder seinen Erbteil einräumen soll. Riga, [15]51 Okt. 3
rechtliche Auseinandersetzung
Überlieferung:
aus B: Konzept
Material: Pap.
Archiv: Stockholm RA, Livonica I vol. 9
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Wy Henrich vann Galenn, meister Duidtsches ordenns tho Lyfland, donn kundt, bekennenn und betuigen mith diesem unserem brief offentlich, das vor uns in dato zu recht erschinen unsere liebe andechtigen und getrewen, die gebruder er Jasper von Oldenbokum, cleger, eins unnd Johan von Oldenbokum, beclagter, anders theils wegen ern Jaspers vederlichen patrimoniums antheils. Dar wy dan nach gehorter rhede und wedderrede, ock ingebrachtes schines und bewißes tho rechte afferkandt, wue wy hirmit irkennen und afspreken, dath wy orßake genoch befunden, dardurch die upgerichte vordracht unbundich und demnach hirmit sol upgehaven, cassieret und gentzlich gedodet, darjegen Johan von Oldenbockum sinem broder, ern Jasper, sin anpart inthorhumen vorplichtet sin. Wath die fructus und nuttung der guder, so Johan bißher gebruket, betreffende, darumb sollen ßie sich durch gudtliche vorhandlung frundtlich vorgeliken. Im falle, ßie sich alßo in frundtschop darumb nicht voreinigen konden, wollen wy tho erster hern gebiediger vorschrivung up ferner ansoken in der saken ergan laten, weß recht ist. Unkost und terung sollen uth bewechlichen ursachen vor dithmhal upgehaven und neddergelecht, so aver Johan sinem broder, ern Jasper, wider mith unbillicheit vorgön, dat geborlich andeill vorentholden und ehn up fernern unkosten foren worde, soll Johan deßulvigen tho erstaden schuldich und vorplichtet sin. In urkundt und mehrer bevestigung der warheit hebben wy Hinrich [etc.]. Datum Riga sonnabents nach Micheelis anno einundfuftzgk.(?)
comment
pressureJasper von Altenbockum, Dekan von Rees, hatte im Jahr 1544 seinen väterlichen Erbteil seinen Brüdern Johann und Philipp von Altenbockum je zur Hälfte zum Gebrauch überlassen, vgl. Erg. 1085. Zur weiteren Entwicklung vgl. Erg. 1151, Erg. 1152 u. Erg. 1025 von 1551 Nov. 24 u. 25.