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erg1137

[OM. Johann von der Recke] an den Komtur von Goldingen: Die vorläufige Beschlagnahmung der zwischen dem Komtur und der Witwe Hermann Butler strittigen Lande könne er der Witwe nicht verweigern. Der Komtur möge gestatten, daß die auf den Sonntag Cantate (1549 Mai 19) verordneten Kommissarien auch die Gebrechen zwischen ihm und der Witwe entscheiden. Karkhus, [15]49 März 13
anderes Schriftstück; rechtliche Auseinandersetzung
Überlieferung:
aus B: gleichz. Kop
Material: Pap.
Archiv: Stockholm RA, Livonica I vol. 9
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Leve her cumpthur, woll wetenn wy unß tho [e]rinern deß jungstenn Wendischenn avescheidts wegenn der irrungen unnd landtt twistes twischenn Iw unnd seligen Herman Butlerß thon Durbenn nhagelatener wedwenn, als dath diejenigen, ßo vormalß up sollichenn gebrekenn geweßenn, nochmalß darup kamen und die richtlich maken soldenn etc. So werdenn wy nu van gedachter wedwenn durch derselven sohne, des werdigen unnd achtbarn, unsers l. a. h. v(agets) tho Candaw jungenn, borichttett, alß soldenn gy up sollich kifland balckenn furenn, vellichte in mey[n]ung, darup ein gesinde tho settenn, unnd sonst mehr avertastung ehr unnd ehre kindern tho nachteill unnd schadenn geschege. Unnd derwegenn unß gebeden, wy deß gnedigenn wandell schaffenn, datsulve kifland biß tho uthdrachtt der sakenn in sequester leggen, ock verschaffenn, datt unser commissarien, ßo sondags Cantate up denn andernn gebrekenn sin sollenn, nach orterung derselvenn sich ock up diese verfugenn und die entscheiden mochten. Wurup wy dan betrachtett unnd bedenckenn gehatt, wie ungelegenn Iw sollichs synn unnd vallen will, und deßhalven gedachtem jungen keinen entlichenn bescheitt gegevenn, sondernn wy desfalß unser bedenckenn an Iw gelangenn laten und volgents siner moder mitt gnediger anttwortt begegenen wolden etc.: Vorsehenlich vorsenlik = voraussichtlich gy up unser vormanen Iw solliche comm[i]ssarien gefellich worden syn latenn, Iw aver darhen tho dwingen, dieweillenn es tho Wenden anderß vorblevenn, wolde unß nichtt geborenn. Szo dan unsers erachtens die thoschlagung mitt billicheitt nichtt geweigertt, wie die ock rechts halvenn doen soldenn, tho deme ßo men ehr rechtt weigeren ahne dath wy betrachtenn, sollichs unß nichtt allein by meniglich bose nachrede geberenn woltt, sondern ock datt unser van Gott verlehente amptte heischett unnd erfurdertt, wedtwen unnd weißenn in rechtmetigen ehren sakenn tho vertredenn, tho schuttenn unnd tho handthaven, unnd deßwegenn die thoschlagung mitt gudem gewettenn nichtt afschlagenn konnen. Demnach an Iw unser gutlichs sinnen, gy, weß nu newlich gegenn die frowe vorgenomen, afschaffenn unnd gestadenn, dath gedachte unsere commissarien dieses ordes, ßo aldar kommen werdenn, diese gebreke ock besichtigenn unnd entscheidenn. Deß wollenn wy dyjenigen, ßo vormalß darup gewessen, alßdan neven den andernn die ßo vele mehr tho underrichten, deputiern unnd verordenenn, darmitt ein jeder so vele mehr tho deme he berechtigett verholpenn, tho row unnd frede gelangenn [moge]. Dith ist unsers erachtens datt billigste, dan ßo datt nichtt geschen soldt, weten wy nichtt, wue wy die weigerung deß thoschlagns vor Gott ader den luden soldenn vorandtwordenn. Unnd wiewoll wy unß deß genzlich tho Iw versehenn, begerenn wy dennoch hirup Iwe thoverlatige antwortt etc.(?)
comment
pressureZur Schlichtung der Streitigkeiten zwischen der Butlerschen Witwe und dem Goldinger Komtur durch Kommissarien im Jahr 1549 vgl. Erg. 1138, Erg. 981, Erg. 990, Erg. 564 u. Erg. 1201.