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erg1105

[OM. Hermann von Brüggenei gen. Hasenkamp] an den Vogt von Kandau und den Komtur von Goldingen: Er hat Klaus Franke dessen Wunsch gemäß des Mannrichteramts entbunden, weshalb eine andere geeignete Person dazu verordnet werden soll. Klaus Franckes Brüder Gregor und Hans sollen sich mit der Teilung der Güter wie geschehen zufriedengeben, und Hans soll Klaus sein ausgelegtes Geld zurückzahlen und das ausgetauschte Land einräumen. Wenden, [1545 Sept. 19]
anderes Schriftstück
Überlieferung:
aus B: gleichz. Kop
Material: Pap.
Archiv: Stockholm RA, Livonica I vol. 8
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Leven gebediger disser nhaboschreven ampter Candow und Goldingen, wy wollen Iw gnediger meinunge nicht bergen, dat vor uns der erbar und veste, unser lever getruwer Claus Francke erschenen und merckliche beschwerung sines ampts der manrichterschaft halven underdeniglich antogen laten mit dienstlicher bitt, wy wolden ehme dessulven ampts gnedichlichen vorlatenn. Hebben wy sine temliche bitt in betrachtung siner gelegenheit in gnaden gewilferet und des ampts genslich vorlaten. Demnach bogeren wy gnedichlich, gy einen anderenn in sine stede, so tho sulchem ampte duchtich, in namen und van unsernt wegen vorordenen und setten etc. Idt heft uns ock gestimpter Claus Francke clagend tho erkennen gegeven, wie dat sine brodere Greyer und Hans Franke uns vele tho milde sinent halven angedragen und vorklaget, alse solde he gemelten sinen broderen in deilung der guder nicht mehr, alse wes he ehnen gunnende gewesen, ingerhumet und thogeeigent hebben. Des sich denne Claus Francke genuchsam vor uns vorandtwordet dergestalt, dat he Greyer Franken ein stuck landes, so he nicht plichtich gewesen, ingerumet, thodeme dat ock Hans Francke van der deilzedell frywillichlich afgetreden und ein stuck landes ingenamen, datsulvige vor sin anpart erwelet, sick darup gesettet unnd die gerechticheit bethertho entfangen, derwegen nochmals bogerend, ehnen anthoseggende, sie sich in deme ersedigen unnd benogen laten etc. Und diewilen ock gedachter Clawes Francke sinem broder Hanse mit gelde vorstreckt, die buren, ock etlich land under sick uthgebutet, welkere uthbute Claus Francke in wegen der gude gefordert, aver nicht erlangen konnen, gesinnen wy guthlich, ehnen ehme gelickesfals tho bovelend, dat he Claus Franck sin uthgelechte gelt wedderumb enthrichte und betale, dat uthgebutede land inrume und, so Hans Francke in diesem wedderspennich befunden, alsden Claus Franken dat uthgebutede land richtlich intowisende. In dem geschuith unser thovorlatige meinunge und gefallens etc.
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pressureDie Datierung entspricht der des vorhergehenden Stücks Erg. 1104. Die im Jahr 1538 bereits anstehende Teilung des väterlichen Erbes unter die Brüder Francke (vgl. Erg. 840) war zwischenzeitlich erfolgt. Die in vorliegender Urkunde aufscheinenden Besitzstreitigkeiten zzwischen Klaus Francke und den jüngeren Brüdern zogen sich noch über viele Jahre hin (vgl. Erg. 1129, Erg. 1139, Erg. 1043, Erg. 544 u. Erg. 1168).