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Bauer109

OM. Wilhelm von Friemersheim belehnt Wiricus von Rummel und seine Erben mit dem Land Okten in beschriebenen Grenzen sowie mit einer Hausstätte in der Neustadt Goldingen, zu Lehngutsrecht. Goldingen, 1371 Nov. 11
Konfirmation; Lehnsurkunde Text derzeit nach A. Bauers Abschrift von deutscher Übersetzung des 15./16. Jahrhunderts (B).
Überlieferung:
aus B: dt. Übers., 15.-16. Jh
Material: Pap.
Archiv: Riga, Hist. StaatsA., Best. 6999, Fb. 31: Brfl. Stenden, Akte1185
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Allen, dey dussen breyff seyn edder hoeren,% Hiernach fehlt sinngemäß etwa wunschen, was nahelegt, daß es sich bei der vorliegenden Überlieferung um die Übersetzung einer lateinischen Vorlage und nicht um die von einer deutschsprachigen Ausfertigung genommene Abschrift handelt. wy broder Wylhelmus van Wrymerzheym, meyster der broder des Duyszches huyszes Iherosolimitane to Lijflandt, ewych heyl yn Gode. Bekennen yn luede duszes breyffs oppenbaer, dat wy myt wyllen unde vulboert unser yrkentlikenn broder deme vorsichtigen mann Wyrico van Rummelle unde synen rechten erven eyn landt Ockethen, belegen yn dijr nageschrevener scheydinge: int eyrste aenthohevende by eyme vleyte, dat dar geyt dorch dat landt Zelzsen, waer eyn cruce ys gezetteth
deme vleyte op to volgende went aen eyn gebrouckte, waeruyt yth heft eyn aenhaven genommen, beth to den crucen
den crucen to volgende byth yn den Penezschen wech
dem wege to volgende beth aen eyn vleeth, welck vleeth ys eyne scheydinge Johannis van Lyndale
deme vlete unde gebrukete Raszuten genommet nedder to volgende byth aen eyn vleeth, welck vleeth vluth van Lindale
deme vleyte unde ghebruckte tho volgende wynt yn dey Durbbezsche zee
der zee tho volgende beth aen dey grenzse Hermani Vuncken, als dey grenzse ys betekenth myt crucen
daernae vaert van crucen to crucen beth aen dat eyrste vleyth unde eyrste cruce gerichte wedder to gaende
myt ackeren gerodeth unde ungerodeth, weesen, weyden, gebrukede, hoysslegen, buszchen, wolden, bomen honichbomen, hannichweyden, wateren, vysscheryggen unde myt allen synen rechticheyden unde thobehaeringen, myt eyner huyssteden, belegen ijn der nuwen staedt Goldingen by der paerten Guytacker, gegeven [hebben] nae leengudes rechte ewich to besittende. Des thor tuychnisse hebben wy unse ingezegell latten hangen unden aen duyssen breyff. Gegeven to Goldingen yn den yaern des Heren dusentdreyhondert yn dyn und seventigesten in deme dage sunte Martini des bychtegers unde bysschops etc.(?)
comment
pressureNach Ansicht von L. Arbusow a.a.O. handelt es sich bei dem vorliegenden Lehnbrief um eine Erneuerung der 1360 Okt. 24 dem Wiricus von Rummel erteilten Belehnung mit Okten (Bauer 100, ggfs. als Anmerkung hierher). Aus den regestenartigen Angaben zu der Belehnung von 1360 geht dies jedoch nicht hervor, und die Erneuerung eines Lehnbriefs für denselben Empfänger wäre ungewöhnlich. Eher tritt die zweite Belehnung ergänzend neben die erste. Die unter der Abschrift befindliche Notiz scheint gleichfalls darauf hinzuweisen, daß erst dieser und nicht schon ein früherer Brief auf Okten zu beziehen ist.