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erg0983

Philipp von Altenbockum an Christoph von Neuhof gen. Ley, Komtur von Goldingen: Bittet, ihn gegen Gewalt und Übermut seines Bruders zu schützen, der ihm den Abtransport seines in einem Klet aufbewahrten Korns verwehre und ihm gesplissene Bretter weggeführt habe. o. O., [15]45 Aug. 6
anderes Schriftstück; rechtliche Auseinandersetzung
Überlieferung:
aus A: Ausf.
Material: Pap.
Archiv: Stockholm RA, Livonica I vol. 26
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Adresse dorsual: Dem achtbarenn, erwerdygen, werdyen und erntvestenn heren [Cri]stoffer vam Nygen howe, genant ff[on d]er Leye, cump[tor] des ryderlicken D. O. tho Goldingenn, mynem g[nedygen] gunstyenn herenn [un]d [.....] Erwerdyger werdyger achtbar und erntvester her. I. a. E. w. sy mynenn bereytwylygenn unffordrothenenn denst tho yder tydt wyl[yc]ken bereit. Ferner grodt gunstyger her, ick kan I. a. E. w. in klaichlicker menynge nicht berygenn, we my ffan mynem broder ene gew[alt] ffor, [en] ander na is geschenn in en kl[e]t. He hefft my de klethe klet = kleines Haus, Vorratskammer, dar ick noch myn armot an korenn, myt gewalt myt synen lo[y]den lathen thosluthen, dat [ick] dat [my]ne nicht kan erlangenn und na dem howe ffo[renn] lathenn, ffol wenyger myt mynem [arm]enn ffolic[k]e dessulwygen [....] tho der under Goldinge genethenn. I. a. E. w. wethen her Godt myn hebent wil, dat ick byther noch nicht grodt hebe udtgeseyget, dat ick dardorch myn koren, wes my Godt gegevenn hefft, itzunder tho der hus Goldinge nicht wol lange kan entberenn. Ick heb nu vorgangen donerdach mynen knecht darhenne gesant, dar gewonet, my wes notrofftes udt dem klethe tho holende. So hefft he mynem knechte nicht wylen staden, myn loes los = Vorhängeschloß, w[e]% beschädigter Papierrand fforhene gewesenn, for dat klet wederu[m]% beschädigter Rand tho hangend[e], besunder syner ffruwen yn bevel geda[nn]% Loch im Papier se sodant sulde don und syn los dar forhangen, darmyt de s[chulde]% Loch nicht sulde syn sin. He hefft my ock [......]% Loch breder, de ick heb ssplythen spliten = spleissen, in Stückchen spalten lathen, my[t g]ewalt an mynen wethenn und wylenn udt dem buesche na syner wonyngenn forenn lathenn. Der ge[....] hefft [he] ffor und na na synem motwylenn g[enoch]sam ge[l]ovet, ydt were wol [ffo]r en mal [t]y[dt] uphorens. He hefft dat syne, beyde an korenn und husgerade, myt my in dem howe gehat, in dem klethenn beslothenn, ock udt mynem mynent halwen unfforhyndert fforenn lathenn. Der tho vorsicht gewesenn, he demgelickenn ock sul[de] gedan hebenn, hefft unser e[ner] wes myt dem anderenn tho dond[e, e]n gut recht k[an] idt scheyden. Ick byn dem [rec]htenn so wenich alse he entwasenn, byde derhalwenn I. a. E. w. gans hochdenstlichenn, wo mynem gunstygenn [he]renn yn dusem [en] gunstich ynsent heben, my ock ffor gewalt und overmot schuthenn u[nd] beschermenn, mynen broder ock darhenne holden [und] em ock schryvenn, he my [dat] myne lathe ffolygenn unforhyndert, alse ick em dat syne heb ffoligen lathenn. Wo over nicht, so werde ick den overmot, wo my byther van em geschenn, so geduldichlickenn nicht lydenn, we bether geschenn, dar ga over wo Godt wyl. Byde noch I. a. E. w. alse enem beschermer van wegenn der hogenn overicheit, m[y al]se [en]em armen underdanenn ock beschu[thenn]% Loch und beschermenn. Hyrmyt ick I. a. E. [w. Go]dt dem almechtygen in lanckwarygem r[egimen]the nefenst myne denste tho erholdend[e] bevelenn. Datum donerdages for Laurensy im XLV. I. a. E. w. gutwylyg[er] Philips van Olden Bockum.(?)
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pressureVgl. die 1545 März 24 zu Talsen abgeschlossene Teilungsvereinbarung zwischen den Brüdern Johann und Philipp von Altenbockum das väterliche Erbe betreffend (Erg. 101).