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erg0935

OM. Gotthard [Kettler] belehnt Johann von der Wage und seine Erben mit einem Stück Landes im Gebiet und Kirchspiel Goldingen in beschriebenen Grenzen, ferner mit einem Stück losen Landes zwischen der Bürger zu Goldingen und Strombergers Grenze und mit 3 Gesinden im Dorf Kimahlen, alles zu Lehngutsrecht. Riga, 1560
Lehnsurkunde
Überlieferung:
aus B: von Georgius (?) Vischer, Sekretär von Riga und (?), begl. Kop., Hasenpoth 1637 März 21
Material: Perg.
Archiv: Riga, Hist. StaatsA., Best. 5561, Fb. 4, Akte 439; GStAPK, VIII. HA B 24: Sammlung Stavenhagen Urk. Nr. 484
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Von Gottes gnaden wier Gotthard, meister Deudtsches ordens zu Lieffland, thun kundt, bekennen und bezeugen in und mit diesem unserm offenen versiegelten brieffe für uns und unsern nachkommen und jedermenniglichen, das wir dem erbaren unserm lieben getrewen Johan von der Wage und allen seinen rechten wahren erben umb seiner langen getrewen dienste willen, so er uns und unserm orden gethan und hinfüro noch thun soll und will, gegönnet, gegeben und verlehnet haben wie wihr ihme dan hiermit in krafft dieses unsers brieffs gönnen, geben und verlehnen ein stück landeß ahm Packarrieschen im gebiethe und kirchspiel Goldingen in nachfolgender scheidung belegen: erstlich anzugehen in ein sieb, dar ein eichenbaum mit einem creutz gezeichnet, darbey eine kulen, von dar strackß zu gehen biß an einen andern eichenbaum mit einem creutz gezeichnet, dabey auch eine kulen, Dragunen gehörich, von der kuhlen stracks zu gehen biß an ein siep, Waleckallen genanth, dar ein eichenbaum mit einem creutz gezeichnet, von dar stracks zu gehn biß in ein siep, die Puppey genanth, das siep zu folgen biß an einen eichenbaum mit einem creutze, von dem baum biß in ein siep, Ackle walcke akls = blind genandt, das siep dahl zu folgen biß an einen eichenbaum mit einem creutz gezeichnet, darbei eine kulen, und forth in ein feuchtnüsse, der zu folgen biß in den Plachteyschen wege, dar ein eichenbaum mit einem creutz gezeichnet und eine kuhlen gegraben, vom dem Plachteyschen wege zu folgen biß an Johanns landtschreibers seine scheidunge, dar ein eichenbaum mit einem creutz gezeichnet, der scheidung zu folgen biß in den Zernischen wege, dem Zernischen wege zu folgen biß in daß Zernische siep, dem siep zu folgen biß an einen eichenbaum mit einem creutz, darbey eine kulen gegraben, dann von creutz zu creutzen biß an einen eichenbaum mit einem creutz gezeichnet und neine kulen untergegraben, und so forth in die Sparnausche becke, die becke auff zu folgen biß an ein gebrüchte, Pasige purwe genandt, daß gebrüchte auff in die Sparnawsche becke zu folgen biß an der Peltzeschen hewschlege, auff die ander seiten des gebrochts, dar ein stein mit einem creutz gezeichnet lieget, von dar weiter auß der becke auff die rechte handt ahn daß gebrüchte hin zu gehn stracks kegen daß siep Stringewalcke genandt, dar ein eiche mit einem creutz gezeichnet, daß siep auff zu folgen biß an einem andern eichenbaum mit einem creutz gezeichnet, dan von creutzen zu creutzen biß in ein feuchtnüsse, darbey ein stein mit einem creutz gezeichnet liegendt, der feuchtnuß zu folgen biß in ein fließ, die Vppate genandt, dem fließ zu folgen biß an einen eichenbaum mit einem creutz bey einer feuchtnuß, der feuchtnuß zu folgen biß an den vorgenohmenden eichenbaum mit dem creutz und die kuhlen, dar sich die scheidung erstlich anhebett, alles nach der sonnen lauff umb zu gehen. Noch verlehnen wir ihme und seinen rechten wahren erben ein stück loses landes, so zwischen der burger zu Goldingen und Stromberger scheidung biß an der Packarrischen zinslande und so forth an der Dumitschen becke und Brincken scheidung belegen, wie ihme daß hiebevohrn von herrn Wilhelm Fürstenbergk und unserm vorfahren mit wissen und willen herren Heinrich Steding, etwan cumpthuren zu Goldingen, anno in der minder zahl achtundfunffzig ingewilliget
noch drey gesinder, auch in kerspel Goldingen unnd dorffe Kemaelen belegen, mit nahmen Ratteneck, Saldeneck, Garroßen, mit allen zugehörigen nutzungen unnd bekwehmlickeiten, wie sie die bißhero auffs freyhest gebrauchet und ietzo genandt oder künfftig genandt mögen werden, alß an ackern gerädet und gerädett ungerödett, hewschlegen, wiltnüssen, holtzungen, pusche, pröchten, pirsen, wässern, fließen, bechen, sümpffen, seen, wiesen, weiden, viehetrifften, honnigbeume, fischereyen, vogeleyen und sonsten alles, wortzu gemelter Johan von der Wagen und seine rechte wahre erben mügen recht zu haben, nichtes außbescheiden, unter vorder oder vortan zu haben, zu besitzen, zu nützen und zu gebrauchen frey und friedsamlich nach lehnguts recht zu ewigen zeitten. In uhrkundt und befestigung der warheit haben wir Gotthard, meister obgemeldt, unser insiegel wissentlich an diesenn brieff hangen laßen, der gegeben und geschrieben auff unserm schloß Riga nach Christi unsers herren geburth tausendfunffhundert und im sechzigstenn jahre. Locus sigilli pensilis.(?)