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erg0909

OM. Heinrich von Galen belehnt Christoffer von der Roep und seine Erben mit zwei Stücken Landes im Gebiet und Kirchspiel Ascheraden in beschriebenen Grenzen zu Lehngutsrecht, wie dies sein seliger Vater Wessel von der Roep besaß, außerdem mit einer Herbergsstätte bei der Kirche, jedoch ohne das Recht, dort zu krügen oder kaufzuschlagen. Wenden, 1554 März 1
Lehnsurkunde
Überlieferung:
aus A: Ausf.
Archiv: GStAPK, VIII. HA B 24: Sammlung Stavenhagen Urk. Nr. 437 u. 437a
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Von Gottes genaden wir Heinrich von Galen, meister des ritterlichen Teutschenn ordens zu Lifflant, thun kundt, bekennen unnd betzeugen in unnd mit diesem unsern offenem versiegelten brieffe vor idermenniglich, das wir mit consent, willen unnd vulbort unser erwirdigen heren mitgebietiger gegunt, gegeben unnd verlenhet haben wue wir auch craft disses brieffs gunnen, geben unnd verlehnen Christoffer von der Roep Roepe unnd allen seynen rechten wharen erben ein stuck landes im gebiette unnd kerspell zu Ascherade, wue daß seynem vatter Wessel von der Roep von unsern [vorfarn in] Got seliger gedechtnuß hern Woltern von Plettenbergk im funfzehenhundertunndsechszehenden jare vorlehnet unnd ihme die lehnbrieffe im negesten brande zu Riga des siebenunndviertzigsten jhares umbkommen [sint ........] unnd wue sulchs laut vormuge unser cantzley registratur in disser nachbeschriebenen scheidung belegen: inß erste anzugehende auß der Memel, dar Ditrich Zellen scheidung in die Memel scheust, dar eyne chreutzkule mit steinen unnd kolen gefullet ist, von dar uber das feldt von kulen zu kulen biß in das gebruchtte, dem gebrogte durch zu folgen langst Zellen scheidung mit creutzen getzeichent biß in die Sussey, der Sussey uber zu volgen biß in die Salwe, die Salwen uff zu folgen biß dar Zellen scheidunge in die Salwe scheust, Zellen scheidung dan vort zu folgende wente an eynen sehem sem = Binse? Vgl. weiter unten bohem statt bom., geheissen Predeß Laippe, welcher Predes laippe uber die Wesser l[..]h[.], [dar auch] ein bohm mit eynem creutze getekent steitt, von dar recht durch die heyde von creutzen zu chreutzen biß an das ende von dem gebrockte geheissen Weyger purwe, von dar zu ghande durch eyne heyde, geheissen die Pretem [heide], von creutzen zu creutzen biß in die heide, dar der helle wegk von Salwen nach Ascherade gehet, durch die heide zu gahnde von creutzen zu creutzen biß auf den vorbenhombden hellen wegk, dem wege uf zu volgen uber eine brugge biß in die Salwe, dar zuvhorn eine brugge uber die Salwe zu gehen pflach, der Salwen dale zu volgen biß an eynen eychenboem, mit eynen chreutze getzeichent, dar ause der Salwen zu ghande durch ein gebrugkte von creutzen zu creutzen biß in die Droben beche, er dar die in die Sussey fhlut, die Sussey stracks uber zu ghande durch das gebruchte, al mit creutzen getzeichent, biß in die Memell, darin ein creutzkule mit kolen unnd steynen gefullet ist, von dar die Memel auf zu ghande biß an eynen holm, dar ein klein siep in die Memel fleust, dar zuvorn die Rode Vilsche scheidung pflach zu seynn, dar nhu ein grenenbohem mit eynem creutze getekent steit, von dar die Rode Vilschen scheidung uf zu folgen von bohmen zu bohmen mit creutzen getzeichent biß an eynen grossen eichenbohm, auch mit eynem creutze getzeichent, von dem bohm biß an eyne kule auf dem ende eines stucke ackers, von der kulen biß an eynen berckenbohem, von dem boheme recht durch das gebruchte von creutzen zu creutzen biß an Jatkenschen wech, dem wege entlanges zu volgen biß an eynen grossen grenenbohem, mit eynem creutze getzeichent, von dar dem wege vortdan zu volgen biß an eynen grossen eichenbohem, auch mit eynem creutze getzeichent, dem wege vort zu volgen durch das gebrockte biß an den ordt, von dem ende Jatkuß seynen acker biß an eyne brugge, dar vordan zu ghande recht dale nha der kleinen Serwen an eynen eckenbohem, mit eynem creutze getzeichent, unnd so recht dall zu gahnde an die Serwe, dar eine brugge uber die Serwe geit, auch ein eckenbohm mit eynem creutze getzeichent, der Serwen dael zu volgen biß uber den hellen wech, die nach den Byrsen geytt von der Memell, unnd so vort die Serwe dale zu volgende biß an eyne creutzkulen unnd darvan uth der Serwen biß an eynen wickenbohm, mit eynem creutze getzeichent, von der schlep durch das gebruchte zu ghande von crutzen zu creutzen biß an eynen andren wickenbhom, mit eynem creutze getzeichent, uf ein syp nicht ferne von Sewren siner alten hofstette, von dar uber das syp zu ghande biß an eynen eichenbohem, von dar zu ghande an eynen alten fuerenbohem, von dar recht uber die heyde biß auf denn wegk, die nach Salwen geit, dem wege entlanges zu volgen biß uber den ende Datkull seynen acker, unnd von dar den schlep auff zu ghande von creutzen zu creutzen biß in die Memel, dar erst angehaben ist, dar nhu uff beytten seyten der Memel creutzkulen gemachet sein
noch ein stucke landes im vorgemelten gebiette unnd kerspel in disser nachbeschriebenen scheidung bolegen: inß erste von der Dirsschen bruggen dem wege zu volgende biß an Larpellen seynen hoyschlagk, uber den wegk, von dem wege biß an eynen fuerenbhom mit eynem creutze, von dem fuerenbhome biß an eyne kule, von der kulen biß an eyne beche, von der bechen langes Inkeschen seynem pener biß an der hakelwerckeschen ihren hoyschlach
darzu ein gesinde, Ramdoet Platzirue genhomet, mit seynen brodren unnd kindren unnd mit seynem lande, alse idt in seynen merckten unnd grensen im kerspel unnd borchsokinge zu Ascherade bolegen ist, mit allerley zubehörunge, nutz unnd beqwemicheit, wue die genhomet sein oder genhomet mugen werden, nichtsnicht aussenboscheiden, alß an ackern geradet unnd ungeradet, hoyschlegen, wiessen, weyden, vehedriften, holtzingen, buschen, birsen, bechen, sehen, sypen, wassereyn, vischeryen, vogelyen, honnichbohemen, honnichweyden unnd allent, wohrzu der be[....]tte Christoffer von der Roep unnd seyne rechten wharen erben mugen recht zu haben, gleich unnd in aller massen, sein seliger vatter Wessell von der Roep eß allerfriest besessen unnd gebrauchet hat, nhu vorttan auch zu habende, zu besitzende, zu gebrauchende, zu nutzende unnd zu beholdende frye unnd fridtsamlich nach lehengutts rechte zu ewigen zeiten. Dartzu gunnen unnd geben wir ihme eine herberge stette mit eynem hof bey der kirchen, also bescheidentlichen, dat ehr darinne [nicht] k[rogen] noch kaufschlagen soll. Disses in urkunde der warheit haben wir Heinrich, meister obgemelt, unser ingesiegel rechts wissens [unden] an dissen brieff lassen hangen, der gegeben unnd geschr[ieben ist zu W]enden dunnerstags nach Oculi nach Christi unsers heren geburt tausentfunffhundert unnd darnach im vehrunnd funffzigsten jare.(?)